Sechs Tage ist das 1:5 von München her, die Erinnerung noch frisch. Daher stellen sich viele Anhänger die Frage, wie ist der Verein zu retten? Auch David Montero, der am Mittwoch aufgrund einer Rippenprellung pausieren musste, nahm zu dieser Thematik Stellung.

RWO: "Wir Spieler leiden genau so"

19. November 2004, 10:25 Uhr

Sechs Tage ist das 1:5 von München her, die Erinnerung noch frisch. Daher stellen sich viele Anhänger die Frage, wie ist der Verein zu retten? Auch David Montero, der am Mittwoch aufgrund einer Rippenprellung pausieren musste, nahm zu dieser Thematik Stellung.

Sechs Tage ist das 1:5 von München her, die Erinnerung noch frisch. Daher stellen sich viele Anhänger die Frage, wie ist der Verein zu retten? Auch David Montero, der am Mittwoch aufgrund einer Rippenprellung pausieren musste, nahm zu dieser Thematik Stellung: "Es ist klar, wir können nicht von heute auf morgen die Welt verändern. Ich denke, in Zukunft wird sich das Training, mit dem jeder zufrieden ist, auch in Punkten bemerkbar machen."

Wobei der ehemalige Frankfurter zum Kick in München anmerkt: "Wenn man die Gegentore sieht, waren das taktische Fehler von uns. Wenn man innerhalb von 15 Minuten drei Dinger bekommt, ist es klar, dass man sich in unserer Situation nur schwer aufbäumen kann. Ich will das Spiel gegen 1860 nicht überbewerten, auch andere Teams haben solche Tage."

Wobei immer noch die Tendenz bleibt: Seit März wurden nur vier Partien gewonnen. Montero, im letzten Jahr von den Fans zum besten Spieler gewählt, bleibt dennoch Optimist: "Jede Serie wird reißen, auch diese. Wenn wir über was anderes reden, können wir gleich aufhören zu spielen. Das kommt aber nicht in Frage."
Stattdessen wird der Aberglaube beschworen: "Wir haben letztes Jahr zweimal gegen Fürth gewonnen", erinnert sich der Mittelfeld-Kämpfer, "die kommen zwar als Dritter zu uns, allerdings hat das nichts zu sagen. Ich glaube eher, die kommen mit Angst, da sie letzte Saison nichts gegen uns holen konnten." "Montis" Zusatz: "Zudem haben wir in der vergangenen Spielzeit auch beide Duelle gegen Bielefeld gewonnen. Da war auch Benno Möhlmann Trainer. Also spricht doch alles für uns."

Den Vorwurf, auf dem Platz keine Mannschaft zu sein, lässt Montero nicht gelten: "Man sieht, wie sich die Jungs auf dem Feld engagieren. Es ist doch immer so, wenn der Misserfolg da ist. Alles wird in Frage gestellt. Der Zusammenerhalt ist meiner Meinung nach besser als in der letzten Spielzeit, daran wird es nicht liegen." Rückblick des "Sechsers": "Wir sind in der Truppe auch der Meinung, wir haben in der letzten Saison nicht gut gespielt, aber da haben wir die Punkte geholt, weil die anderen vergessen haben, ihre Chancen zu nutzen. Wir haben sie reingemacht."

Wieder zur Fürth-Vorschau: Die Anhänger haben bereits angekündigt, Boykott-Aktionen zu planen. Montero, der für seine Person spricht: "Ich bin zum Beispiel Fan von Real Madrid. Die hatten jetzt eine Krise, ich bleibe trotzdem Fan. Ich boykottiere gar nichts. Wenn ich ein richtiger Anhänger bin, stehe ich zu meiner Mannschaft. In guten und in schlechten Tagen. Wir Spieler leiden genau so, sind nicht glücklich, wenn wir nicht gewinnen. Zudem geht uns eine Menge Geld verloren, wenn wir die Punkte nicht holen."

Es folgt das Aber, da der Zuschauer-Zorn sich nicht auf Montero richtet, sondern auf die Kicker, die unübersehbar nie an die Schmerz-Grenze gehen. "Ich rede von mir, ich gebe immer alles. Klar war auch sichtbar, in München haben nicht alle 100 Prozent abgerufen. Da verstehe ich die Kritik und den Zorn der Anhänger. Nur muss das jeder für sich entscheiden. Vielleicht sind einige von uns blockiert, so dass es für die Zuschauer von außen nicht gerade glücklich wirkt."

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