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MSV - Arena mit Sog-Wirkung

tt
06. November 2004, 21:34 Uhr

Mit "einem knackigen Programm", wie es Duisburgs Geschäftsführer Björn Bremer formulierte, will der MSV am Montag Abend zum Zweitliga-Kracher gegen Alemannia Aachen sein Arena-Richtfest feiern.

Mit "einem knackigen Programm", wie es Duisburgs Geschäftsführer Björn Bremer formulierte, will der MSV am Montag Abend zum Zweitliga-Kracher gegen Alemannia Aachen sein Arena-Richtfest feiern.

"Wir wollen allen Leuten in Deutschland zeigen, dass Duisburg eine Fußball-Stadt mit Tradition ist", blickt Zebra-Boss Walter Hellmich voraus, "in der Pause der Begegnung gibt es ein großes Feuerwerk, vor dem Anpfiff steigt ein Heißluft-Ballon, es gibt ein entsprechendes Rahmen-Programm, damit den Zuschauern nicht langweilig wird."

Wer meint, bei den Blau-Weißen würde - wie in diversen Bundesliga-Stadien üblich - ab sofort der Schampus in Strömen fließen, sieht sich getäuscht. Hellmich: "Bei uns gibt es keinen Sekt und Kaviar, Schickimicki ist nicht unser Ding. Hier gibt es Erbsen und Bratkartoffeln."

Den Fans wird ab 18 Uhr eine Happy-Hour angeboten, bis 19.45 Uhr gehen Softdrinks sowie Bier für zwei statt der üblichen drei Euro über die Theke. Die Curry-Wurst ist für 1,80 Euro zu haben, die Würstchen kosten 1,50 Euro.

Der Präsident verkündete nicht ohne Stolz: "Die reine Bauleistung für die Arena betrug 40 Millionen Euro, andere Vereine geben 200 bis 300 Millionen aus. Ich habe versprochen, dass hier eines der schönsten Stadien in Deutschland entsteht. Das gelingt auch."

Der Bau-Unternehmer weiter: "Die Arena würde auch ohne weiteres nach München passen, sie ist abgerundet und geschmackvoll, sie hat Pfiff und soll die Leute in ihren Bann ziehen." Der Duisburger Präsident setzt auf eine "Sog-Wirkung" - Hellmich: "Es gibt in Duisburg keine Plattform für Gesellschaft, Unternehmen und Politik. Wir wollen, dass die Leute bei uns Geschäfte machen, sich austauschen und treffen. Das ist meine Vision." Der Club-Boss blickt über den Stadt-Tellerrand: "Mir liegt am Herzen, die ganze Region aufzurappeln. Wir wollen nach vorne und machen es vor. Meiderich ist die Heimat und die Seele, aber hier schlägt unser Herz. Wir sind für ganz Duisburg und den ganzen Niederrhein da sein, wir müssen viele begeistern, zu uns zu kommen."

Obwohl der Bau des imposanten neuen Stadions binnen eines Jahres realisiert wurde, gibt es noch einige Baustellen zu beackern. Walter Hellmich realistisch: "300 Business-Seats sind noch offen, zwei Tribünen-Teile und der Stadion-Name sind noch zu vermarkten. Irgendwann ist das Trikot auch an andere Unternehmen zu vergeben."

Autor: tt

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