Nur zwei Punkte aus den ersten vier Partien. Oberhausen hat sich den Auftakt in die Spielzeit mit Sicherheit ganz anders vorgestellt. Und jetzt kommt am Sonntag mit Wacker Burghausen der selbsterklärte Angstgegner ins Niederrhein-Stadion.

RWO: Andersen geht voran - "Ich bin ein Kämpfer"

cb
17. September 2004, 14:00 Uhr

Nur zwei Punkte aus den ersten vier Partien. Oberhausen hat sich den Auftakt in die Spielzeit mit Sicherheit ganz anders vorgestellt. Und jetzt kommt am Sonntag mit Wacker Burghausen der selbsterklärte Angstgegner ins Niederrhein-Stadion.

Nur zwei Punkte aus den ersten vier Partien. Oberhausen hat sich den Auftakt in die Spielzeit mit Sicherheit ganz anders vorgestellt. Und jetzt kommt am Sonntag mit Wacker Burghausen der selbsterklärte Angstgegner ins Niederrhein-Stadion. Noch konnte keine Begegnung gegen Wacker gewonnen werden. Wenige Tage vor dem Match unterhielt sich RS mit RWO-Coach Jörn Andersen über die aktuelle Situation.

Jörn Andersen, Sie sprachen nach dem Cottbus-Spiel von einem Aufwärtstrend.

Weil endlich wieder eine Mannschaft auf dem Platz stand. Leider haben wir wieder kein Tor geschossen. Im letzten Jahr haben wir solche Spiele noch gewonnen, momentan geht es leider in die andere Richtung. Jetzt müssen wir zusammen aus dieser Krise. Klar ist aber auch: Wir brauchen jetzt schnell einen Dreier, sonst hängen wir hinterher.

An der Stimmung kann es nicht liegen, was die gemeinsamen Abende untermauern, korrekt?

Stimmt, wir hatten zuerst den Bowling-Abend. Gestern sind wir mit den Frauen zum Italiener "Stella di Mare" eingeladen worden. Eine tolle Aktion, in dieser Situation kann es nur helfen, zusammen zu sein, um das richtige Teamgefühl zu bekommen.

Der Vergleich mit Aue wurde genannt, die trotz vieler Verletzungen in der letzten Spielzeit die Liga aufmischten.

So muss es auch bei uns sein. Egal, wer am Sonntag aufläuft, wir müssen die drei Punkte holen. Und wenn wir wieder die richtige Richtung gefunden haben, können wir auch wieder eine Serie starten. Wir hatten letztes Jahr auch erst sieben Punkte nach sieben Spieltagen. Das können wir wieder erreichen. Wir wissen, wenn wir als echte Mannschaft auftreten, gehören wir in der Tabelle viel weiter nach oben.

Es wurde nach den fünf Aluminium-Treffern viel vom fehlenden Glück gesprochen. Das allein kann es aber nicht sein.

Richtig, es ist die schlechteste Ausrede. Trotzdem trifft das Sprichwort zu: Zuerst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech hinzu. Wenn wir gegen Trier oder Cottbus zwei Zentimeter genauer zielen, stehen wir vielleicht mit fünf Punkten mehr da. Aber es gleicht sich meistens aus. Letztes Jahr haben wir in der Hinrunde viel Glück gehabt, in der Rückrunde lief dann vieles gegen uns.

Die Ausbeute mit 17 Punkten aus den letzten 18 Matches spricht nicht für Sie und die Mannschaft. Wie sehen Sie die Bilanz?

Die letzte Saison ist abgeschlossen und Vergangenheit. Natürlich haben wir uns den Auftakt der neuen Spielzeit anders vorgestellt, aber wir werden uns steigern.

Wie schwer wiegt die Verletzung von Abwehrchef Thomas Cichon?

Jetzt hatten wir endlich eine Abwehr gefunden, dann fallen mir beide Innenverteidiger aus. Das ist sehr bitter, nachdem es in Cottbus gut funktioniert hat.

Vertrauen Sie Astorga, oder rückt Marius Baciu in die Deckung?

Ich möchte Marius und David Montero nicht wieder trennen. Daher wird Astorga wohl mit Anthony Tiéku verteidigen.

Wacker ist Ihr Angstgegner, was aber nicht zählen darf.

Wir haben noch nie gegen die gewonnen. Es geht aber wieder bei null los und jede Saison ist anders.

Wer soll vorne treffen?

Leandro Simioni könnte dabei sein. Er hat sich auch im Test gegen Bocholt sehr bemüht. Nach dem Match gegen Duisburg habe ich ihm Videocassetten mitgegeben. Dort konnte er sehen, was er gut und schlecht macht. Er hat es etwas verstanden, ist daher für Sonntag ein Thema.

Was ist mit Peter Bajzat?

Er tut sich noch schwer. Nach seiner Fußverletzung hat er die Bindung zur Elf noch nicht gefunden. Er weiß selber, er ist noch nicht in Form. Aber ich werde versuchen, ihm weiter Selbstvertrauen zu vermitteln. Dann wird der Knoten bald platzen.

Ist es aktuell Ihre schwerste Zeit als Trainer?

Kann man sagen. Ein Coach, der nicht gewinnt, ist immer unter Druck. Aber ich bin ein Kämpfer und ich möchte und werde mit der Truppe zurückkommen.

Autor: cb

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