Revier-Derby steigt in neuer MSV-Arena

12. September 2004, 08:31 Uhr

Von den Bundesliga-Absteigern spielt am heutigen Sonntag nur der 1.FC Köln im Karlsruher Wildpark um Zweitliga-Punkte. Weiter nördlich kommt es zum Ruhrpott-Derby zwischen dem MSV Duisburg und RW Essen.

Eine Partie von besonderer Brisanz hat der heutige Zweitliga-Sonntag anzubieten. Beim Ruhrpott-Derby zwischen dem MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen geht es um die Vorherrschaft im Revier in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. 16.500 Karten sind bereits für das Match abgesetzt, das in der neuen, noch nicht ganz fertiggestellten MSV-Arena stattfindet. Während der brasilianische Neuzugang Sergio Vertello endlich für die "Zebras" spielberechtigt ist, setzt RWE-Trainer Jürgen Gelsdorf erstmals auf Angreifer Francis Kioyo, der von 1860 München an die Hafenstraße wechselte.

Aachen und Köln wollen auf Tuchfühlung zur Spitze bleiben

Unterdessen steigt bei der Alemannia aus Aachen die Spannung vor dem antehenden UEFA-Cup-Hinspiel in Island. Vorher warten aber noch Andi Brehmes Unterhachinger. Der Weltmeister von 1990 will den favorisierten Aachenern dabei nicht nur mit kämpferischen, sondern auch mit spielerischen Mitteln beikommen. Bei den Gästen, die in keinem Fall Stammspieler schonen werden, agieren wieder Erik Meijer und Kai Michalke in vorderster Front, um die Hachinger Abwehr auszuhebeln.

Im Karlsruher Wildparkstadion hat Bundesliga-Absteiger 1.FC Köln die Gelegenheit, sich aus den unteren Tabellenregionen zu verabschieden. Dafür bräuchten die Domstädter, bei denen einzig Stürmer Attila Tököli verletzungsbedingt fehlt, einen dreifachen Punktgewinn. Vor über einem Jahr hatten die Kölner zuletzt in der Fremde gewonnen, als man in Reutlingen siegreich geblieben war. Die Karlsruher stehen als Tabellenletzter hingegen schon mit dem Rücken zur Wand. Besonders die junge Abwehr der Badener zeigte sich zu Saisonbeginn enorm anfällig, während das Offensiv-Tandem Dundee/Saenko noch nicht richtig zusammengefunden hat.

Fürth und Aue rangeln um Tabellenführung

In ganz anderen Regionen hält sich die SpVgg Greuther Fürth derzeit auf. Die überraschende Tabellenführung soll in Trier behauptet werden. Sascha Rösler und Petr Ruman werden wohl wieder die Angriffsreihe bilden, obwohl mit Markus Feinbier ein weiterer Hochkaräter zur Verfügung steht. Demgegenüber hat Eintracht Trier mit erheblichen Verletzungssorgen zu kämpfen. So fällt Mannschaftskapitän Harry Koch wegen eines Fußbruchs langfristig aus. Im Duell gegen die Fürther müssen daher Routiniers wie Matthias Keller und Nico Patschinski Verantwortung für die mäßig in die Saison gestarteten Trierer übernehmen.

Für die Riege der Ost-Klubs, die so vielversprechend in die Saison gestartet waren, will Erzgebirge Aue im Spiel gegen LR Ahlen die Fahne hochhalten. Nachdem Cottbus und Dresden ihre Partien nicht gewinnen konnten, spekulieren die Auer auf den erneuten Sprung an die Tabellenspitze. In Bestbesetzung sollen die noch sieglosen Ahlener niedergerungen werden, bei denen sich Zeljko Sopic einen Muskelfaserriss zugezogen hat und deshalb nicht spielen kann. Außerdem muss Gäste-Coach Ingo Peter weiterhin auf Abwehr-Organisator Sladan Asanin verzichten, der sich mit einem eingeklemmten Nerv herumschlägt.

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