MSV: Meiers Luxus-Probleme - Kurth-Lob

tt
05. September 2004, 17:43 Uhr

Heiko Scholz, Assistenz-Trainer des MSV Duisburg, traut Markus Kurth "eine gute zweistellige Torquote" zu. "Scholle" gibt zu bedenken: "Kurth hat ja im Vorjahr schon elf Mal in der Meisterschaft getroffen, obwohl er drei Monate verletzt war.

Heiko Scholz, Assistenz-Trainer des MSV Duisburg, traut Markus Kurth "eine gute zweistellige Torquote" zu. "Scholle" gibt zu bedenken: "Kurth hat ja im Vorjahr schon elf Mal in der Meisterschaft getroffen, obwohl er drei Monate verletzt war. Jetzt ist er fit, hat Selbstvertrauen, ist körperlich stark und bringt den nötigen Instinkt mit."
Die Bilanz bisher: Vier Pflichtspiele, vier Tore! Chef-Coach Norbert Meier: "Markus hat eine gute Vorbereitung absolviert, geht unheimlich Meter, ist viel für die Mannschaft unterwegs und reibt sich förmlich für das Team auf. Bei ihm kann man wirklich sagen, dass sich Fleiß auszahlt."
Meier weiß allerdings, dass ein Stürmer ohne die nötigen Vorarbeiten nur schwer in Erscheinung treten kann: "Die Flanken kommen, ganz gleich, ob es wie in Oberhausen Nasir El Kasmi war oder davor Holger Wehlage. Davon leben die Stürmer." Trotz der Super-Quote des ehemaligen Kölners kitzelt der Coach seinen Angreifer: "Diese Erfolge muss er weiter unter Beweis stellen. Markus ist realistisch genug, die Sache genau einzuschätzen."
Nicht nur Kurth, sondern auch Partner Abdelaziz Ahanfouf (zwei Tore) präsentiert sich laut Norbert Meier "in guter Verfassung". Kleines Manko: "Aziz könnte im Abschluss noch konzentrierter sein. In Oberhausen haben unsere beiden Angreifer sehr gut geackert. Das erleichtert auch die Arbeit für unsere Defensive. Du kannst heute nicht nur zwei Stürmer haben, die vorne stehen und warten. Das ist nicht mehr up to date."
Einen absoluten Raketenstart legte bei den Meiderichern der junge Alex Meyer hin. "Für ihn ist es ein Riesen-Sprung von der Oberliga in die Zweite Liga", weiß Norbert Meier, "aber Alex hat eine gute Ausbildung und ist richtig heiß. Für ihn konnte es nur förderlich sein, den Verein zu wechseln, nachdem er bei Bayer Leverkusen den Sprung nicht schaffte. Er ist bei uns von Anfang an so aufgetreten, als wenn er schon immer in Duisburg gespielt hätte."
Beim Blick auf den Kader fällt zwangsläufig das Qualitäts-Angebot für verschiedene Positionen auf, die oft zitierten "Härtefälle" müssen im Wochen-Rhythmus registriert werden. "Wenn viele Leute fit sind, dann haben wir ein Luxusproblem. Ehrlich gesagt ist es mir so lieber, als wenn jeder weiß, dass er sowieso dabei ist", möchte der Trainer im Training stets das nötige Qualifikations-Feuer lodern sehen.

Autor: tt

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