Manuel Neuer ist es leid, nach einer Niederlage erklären zu müssen, warum es so gekommen war und er trotz seiner Glanzleistung nichts dagegen tun konnte.

S04: Neuer macht Mut

"In so einem Spiel viel gewinnen"

18. September 2010, 09:07 Uhr

Manuel Neuer ist es leid, nach einer Niederlage erklären zu müssen, warum es so gekommen war und er trotz seiner Glanzleistung nichts dagegen tun konnte.

Auch in Lyon hatte Neuer bis auf eine zu lange Zehntelsekunde beim Herauslaufen gegen Michel Bastos vor dem 1:0 der Franzosen überragend gehalten.

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Es ist nur eine seiner Stärken, dass er nicht seine eigene Leistung hervorheben mag, insbesondere nicht in der Situation, da Schalke erfolglos ist. Die gescheiterte Integration ist in Deutschland gerade ein großes Thema, im Ruhrgebiet sind Parallelgesellschaften fast in jeder Stadt zu finden. Nur beim FC Schalke, da sollen Menschen aus verschiedenen Nationen ganz schnell miteinander klar kommen. „Es ist klar, dass momentan nicht jeder seine beste Leistung zeigt, aber wir haben keine Probleme in der Mannschaft und wissen, dass wir Fußball spielen können“, winkt Neuer ab.

Und so richtet der Ur-Schalker viel lieber den Blick nach vorne zum Revierderby am kommenden Sonntag gegen Borussia Dortmund, statt sich über die gemachten Fehler einen Kopf zu machen. Vielleicht sei das Aufeinandertreffen mit dem ewigen Rivalen, der im Gegensatz zu Schalke mit zwei Siegen ganz gut in die Meisterschaft gestartet ist, ja gerade willkommen, um sich aus der Krise zu befreien. „In so einem Spiel kann man viel gewinnen“, weiß Neuer, was ein Dreier im Ruhrpottduell auslösen kann. „Wir dürfen uns von der jetzigen Situation nicht runterziehen lassen. Frustriert zu sein, bringt nichts.“

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So will Deutschlands Nummer eins lieber die positiven Ansätze aus der vierten Pleite in Folge mit in das Wochenende nehmen. „Wir haben in der ersten halben Stunde richtig gut gespielt und in der zweiten Hälfte mit zehn Mann kein Gegentor kassiert“, hob Neuer hervor.

Mit der gleichen Zuversicht solle auch Christoph Moritz, der Lyon mit einer fatalen Kopfballrückgabe auf den Schalker Kapitän auf die Siegerstraße brachte, in die nächsten Tage gehen. „Christoph war doch die ärmste Sau. Er ist ein super Spieler, hat aber auf einer für ihn ungewohnten Position gespielt. Ihn jetzt als Sündenbock hinzustellen, wäre nicht fair“, sagte Neuer.

Es ist der richtige Ansatz, um mit den jüngsten Enttäuschungen umzugehen. Ob sich die Mannschaft mit viel gutem Willen aber auch aus dem Sumpf ziehen kann, muss sie am Sonntag auf dem Platz beweisen. Nichts wäre besser geeignet, als mit einem Sieg im Derby gegen den BVB die Krise zu bewältigen.

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