Die Auf- und Absteiger starten furios in ihre neuen Ligen. Ob Durchmarsch oder Durchreiche - hopp oder top lautet die Devise. Und vor allem: bloß kein Mittelmaß.

Essen: Kreisliga kompakt

Ligahopper zwischen hopp und top

Aaron Knopp
13. September 2010, 17:25 Uhr

Die Auf- und Absteiger starten furios in ihre neuen Ligen. Ob Durchmarsch oder Durchreiche - hopp oder top lautet die Devise. Und vor allem: bloß kein Mittelmaß.

Kreisliga A Essen Nord-West:

Fünf Spiele, fünf Siege. Von wem kann da anders die Rede sein als Al-Arz Libanon? Zwar war die Angelegenheit gegen den BV Altenessen reichlich eng, doch auch in der fünften A-Liga-Begegnung dieser Saison behielt der Aufsteiger am Ende mit 2:1 die Oberhand. Eigentlich wäre die beinahe unheimliche Serie doch Anlass genug auch verbal langsam in die Offensive zu gehen. Doch Präsident Nemr Fakhro schlägt bemerkenswert leise Töne an: "Wir wissen, dass die Saison noch lang ist und sammeln erstmal Punkte gegen den Abstieg. Die Mannschaft ist noch jung und muss noch lernen. Es wird sicherlich Rückschläge geben." Allerdings sei das Team gefestigt genug, um auch nach einer solchen Erfolgsserie mit Niederlagen umzugehen. "Wir sind alle Sportsmänner genug, um damit umzugehen. Das gehört doch einfach zum Fußball." So lange es geht, will der Spitzenreiter aber natürlich noch den Rückenwind der Erfolgsserie nutzen, um auf der Euphoriewelle ganz oben zu surfen.

Dass die Luft eine Liga höher nämlich auch etwas dünner ist, muss derzeit Eintracht Borbeck erfahren. Gegen den Mitaufsteiger Phönix Essen kassierte das Marcel-Müller-Team eine 1:3-Pleite und verlor zudem in der Nachspielzeit noch Topstürmer Patrick Adam mit einer Roten Karte. Das Warten auf den ersten Punktgewinn geht also weiter und die Eintracht steckt bereits mitten im Abstiegskampf. Etwas berappelt haben sich derweil die Sportfreunde Altenessen 18, die den lang ersehnten zweiten Saisonsieg einfahren konnten (2:1 gegen TuS 84/10), der Aufstiegsmusik aber weiter hinterher laufen.

Kreisliga A Essen Süd-Ost:

Ein böses Erwachen erlebte der Spitzenreiter. Eigentlich waren die Punkte beim Schlusslicht Heisinger SV II fest eingeplant. Doch nach 45 Minuten lag Teutonia Überruhr plötzlich mit 0:3 hinten. Was war passiert? "Wir haben die richtig schön ausgekontert und die Teutonen waren wirklich schwach", berichtet HSV-Geschäftsführer Klaus Feldhaus. Doch unmittelbar nach der Pause markierten die Gäste den Anschlusstreffer "und bauten dann richtig Druck auf." Obwohl die Heisinger noch einen vierten Treffer nachlegen konnten, sprang am Ende nicht mehr als ein respektables 4:4 heraus, das das Schlusslicht in der Tabelle aber kaum voran bringt. Dennoch ist Feldhaus guter Dinge für den weiteren Saisonverlauf. "Der Unterschied war in den ganzen Spielen noch nicht sehr groß. Ich glaube schon, dass die noch den ein oder anderen Punkt holen werden. Wir haben ja in allen Mannschaften eine relativ großen Kader und können auch Spieler nach unten abgeben."

Der Ärger über den Ausrutscher wird beim Ligaprimus aber spätestens beim Blick auf die übrigen Resultate verraucht sein. Die ganze Liga war am Sonntag irgendwie nicht besonders entschlussfreudig. Vier mal hieß es 2:2, das bringt keinen viel weiter und hält das Tabellenbild relativ stabil. Lediglich der SV Kupferdreh spielte nicht mit und ist der Nutznießer. Durch ein 2:0 in Niederbonsfeld ist der ehemalige Landesligist wieder auf Rang zwei herangerückt.

Lesen Sie auf Seite 2: Das Wochenende in den Kreisligen B.

Autor: Aaron Knopp

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