Sasa Radulovic ist weg, Caio ist weg, Mike Rietpietsch rückt voraussichtlich zurück neben David Montero. Von der Mannschaft des Vorjahres turnen nur noch Alassane Ouedraogo und Bojko Velichkov hinter den Angreifern rum.

RWO: Velichkov zum ersten Mal mit Top-Fitness

cb
27. Juli 2004, 10:42 Uhr

Sasa Radulovic ist weg, Caio ist weg, Mike Rietpietsch rückt voraussichtlich zurück neben David Montero. Von der Mannschaft des Vorjahres turnen nur noch Alassane Ouedraogo und Bojko Velichkov hinter den Angreifern rum.

Sasa Radulovic ist weg, Caio ist weg, Mike Rietpietsch rückt voraussichtlich zurück neben David Montero. Von der Mannschaft des Vorjahres turnen nur noch Alassane Ouedraogo und Bojko Velichkov hinter den Angreifern rum. Wobei Velichkov einen völlig anderen Eindruck macht, als noch vor zwölf Monaten. Auch wenn er aktuell wegen einer Fußprellung für einige Tage pausieren musste, ist sein Lachen nicht abhanden gekommen. Und es gibt natürlich Gründe für sein Wohlbefinden. "Ich kam ohne Vorbereitung nach Oberhausen. Jetzt konnte ich alles mitmachen, auch wenn mich ärgert, in der heißen Phase pausieren zu müssen. Aber für mein Spiel ist es besonders wichtig, alles mitzumachen. Jetzt bin ich zum ersten Mal körperlich richtig fit."
Zumal die Konkurrenz mit Salif Keita, Stijn Haeldermans, Ralf Keidel und Chiquinho nicht schläft. Jeder schwitzt, um gegen Trier in die erste Elf zu gelangen. In den Testmatches sah es so aus, als würde der Wunsch von Velichkov, zentral hinter der Spitze zu agieren, erfüllt. "Das ist meine Lieblings-Position, die ich auch früher immer gespielt habe", gibt der Bulgare zu, "ich hoffe, ich werde dort eingesetzt. Allerdings ist es kein großes Problem, auch woanders aufzulaufen." Quasi wie in der letzten Spielzeit, als der siebenfache Torschütze im Sturm, auf links oder zentral im Mittelfeld agierte. Nur nicht zu weit hinten: "Stimmt, ich habe zu Beginn meiner Karriere bei ZSKA Sofia im defensiven Mittelfeld gespielt. Das war nichts für mich", erinnert sich Velichkov.
Fast egal wo, der 30-Jährige sieht sich noch lange nicht am Limit. "Ich kann noch mehr. Um die 20 Prozent müssten drin sein. Wenn ich das umsetze, werde ich gegen Trier auch den Sprung in die Mannschaft schaffen." Nimmt man die ersten Eindrücke der Test-Begegnungen, zeichnet sich ein Offensiv-Trio mit Chiquinho links, Velichkov zentral und Ralf Keidel auf rechts ab, auch wenn RWO-Coach Jörn Andersen sich noch lange nicht festgelegt hat. "Wir haben noch Zeit bis zum Start, daher kann alles passieren."
Klar ist, der Norweger erwartet von Velichkov auch eine Steigerung. Eigentlich hatte er bereits im Winter auf den Qualitäts-Schub gesetzt, nachdem der Techniker die Rückrunden-Vorbereitung absolviert hatte. Es scheint so, als hätte der ehemalige Spieler von Lokomotiv Sofia das eine Jahr gebraucht, um sich auf die Spielweise in Deutschland einzustellen. Jedenfalls hat er sich viel vorgenommen. "Ich will meine Stärken besser einbringen. Ich bin torgefährlich, kann den letzten Pass spielen."
Gelingt das, ist mit der neuen RWO-Mannschaft, die Velichkov für stärker als zuletzt hält, vieles möglich. "Wir sind besonders vorne richtig gut besetzt." Und für hinten kommt eventuell mit Vladyslav Vaschuk noch eine Verstärkung, an die sich der "Zehner" noch erinnert. "Als wir in Hannover gespielt haben, habe ich mit ihm gesprochen", erzählt der Spielmacher, "allerdings weiß ich nicht mehr, wie er damals drauf war." Velichkov schaut sowieso lieber nach vorne und da weiß er momentan nur eins: "Ich bin froh, dass die Liga bald endlich beginnt."

Autor: cb

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