ESSEN: Ristau lobt die entspannte Kaderplanung Rennos Kampf: "Reinhängen"

10. Juli 2004, 11:06 Uhr

Die Sachlichkeit in Person! So stellt sich René Renno dar. "Abwarten, wir haben den Auftakt gerade erst hinter uns", gibt sich der 25-Jährige entspannt, "im Trainingslager finden wir uns schon gut zusammen."

Die Sachlichkeit in Person! So stellt sich René Renno dar. "Abwarten, wir haben den Auftakt gerade erst hinter uns", gibt sich der 25-Jährige entspannt, "im Trainingslager finden wir uns schon gut zusammen." In der abgelaufenen Spielzeit absolvierte der Ex-Wattenscheider vier Matches, war die Nummer zwei hinter Sascha Kirschstein, der zum Hamburger SV in die Bundesliga wechselte. Seine Rolle als Platzhirsch nimmt bekanntlich der von Zweitliga-Absteiger Union Berlin verpflichtete Robert Wulnikowski ein. Oder doch nicht? "Ein Konkurrent", grübelt Renno, "der Bessere wird beim ersten Match in Kasten stehen." Freiwillig setzt sich Renno gegen Aue am Auftaktspieltag nicht auf die Bank, das steht fest. "Ich werde alles aus mir raus holen, ich will auf dem Platz stehen."
Eine deutliche Ansage des Ex-Tennis-Borussen: "Ich kämpfe darum, setze mich voll ein." Man könnte die neu gemischten Karten zitieren. Renno: "Der Trainer weiß genau, dass ich mich reinhängen werde." Die Wahl soll schwer werden für Jürgen Gelsdorf, "der Coach wird die richtige Entscheidung fällen."
Genau wie bei den weiteren Neuzugängen! Die Sportliche Leitung, Gelsdorf und Frank Kontny, bleibt angenehm entspannt, wenn es um die Zusammenstellung des neuen Kaders geht. Defensiv-Stratege Hilko Ristau nimmt es befriedigt zur Kenntnis: "Genau so muss das sein, das ist sehr gut." Der sich nach seinem Anheuern in der Winterpause zu einem der entscheidenden Spielerpersönlichkeiten herauskristallisierende 30-Jährige erläutert weiter: "Man kann mittlerweile nicht mehr einfach so irgendwo in der Branche viel Geld verdienen." Essen fand eine Stellschraube, die Konkurrenz kann auch nicht anders überleben. Ristau: "Es sind genügend Spieler auf dem Markt." In der Tat, überreizt ein Kandidat bei der Verhandlung, wird der nächste zum Gespräch gebeten, Qualitäts-Verlust ist oft genug nicht gegeben. Ristau sieht es ähnlich: "Es kann dann sofort ein weiterer Akteur getestet werden, der Wechselwilligkeit signalisiert."
Dementsprechend lässt man sich nicht großartig beeindrucken, wenn der Ruf nach Namen laut wird. Ristau kennt das Geschäft schon lange genug: "Locker bleiben, die gleichen Leute würden auch meckern, wenn man jetzt schon einfach irgendwelche Namen verpflichtet hätte." Die sich dann vielleicht als "Rohrkrepierer" entpuppen.

Autor:

Kommentieren