RWE: Internationales Trainingslager - Hauswald "eisern"

og
02. Juli 2004, 13:50 Uhr

Trennung! Martin Hauswald wird nicht in den RWE-Kader zurückkehren, nach seinem im Januar initiierten Ausleih-Engagement bei Preußen Münster - mit sechs Toren erfolgreich - verändert sich der Stürmer zu Union Berlin (2005).

Trennung! Martin Hauswald wird nicht in den RWE-Kader zurückkehren, nach seinem im Januar initiierten Ausleih-Engagement bei Preußen Münster - mit sechs Toren erfolgreich - verändert sich der Stürmer zu Union Berlin (2005). Eigentlich ging Münster davon aus, Hauswald im Kader für die kommende Spielzeit begrüßen zu können. Obwohl sich SCP-Geschäftsführer Stefan Grädler mit RWE "bereits über die Ablösemodalitäten verständigt" hatte und nur noch "die abschließenden Gespräche mit Martin und seinem Berater" geführt werden mussten. Negativ. "Von RWE-Trainer Jürgen Gelsdorf kam kein Votum", grübelt Henry Hennig, Hauswald-Berater, "wir waren auf Münster eingeschossen, allerdings war das Angebot enttäuschend." Berichtet wird, Münster und RWE hätten bei der Januar-Ausleihe und im Falle einer Weiterpflichtung durch den SCP eine Ablöse in Höhe von 20.000 Euro vereinbart, eine "Hausnummer", die Grädler in den Zusammenkünften mit dem Zweitliga-Aufsteiger drücken wollte.
Union tummelte sich, Paderborn war dabei, genau wie Lübeck. Hauswald entschied sich für die Hauptstadt. Der Deal mit Essen dürfte für die "Eisernen" erträglich gestaltet worden sein, schließlich wechselte wenige Tage zuvor Keeper Robert Wulnikowski in die entgegengesetzte Richtung, nach heftigem Transfergefeilsche. Gemutmaßt wird beim SCP, dass Hauswald bei RWE keinen Anschlussvertrag für die Zweite Liga besässen hätte. Der Akteur ließ - dieses Schreiben liegt RevierSport vor - RWE am 10.Juni mitteilen, "die am 19.Januar 2004 geschlossene Rückkehrvereinbarung wahrnehmen" zu wollen. Das identische Papier spricht von der Hauswald-Bereitschaft "zu einem neuerlichen Abschluss eines Arbeitsverhältnisses zu den Bedingungen des am 24.Februar 2003 geschlossenen Vertrages."
Die Stürmersuche läuft bei RWE: Wenn alles klappt, sollen sich im Trainingslager drei Nationalitäten vorstellen: Der Slowake Ivan Bartos (25, Banska Bystrica), der Brasilianer Emerson Luiz Firmino (30, zuletzt SC Katar, davor HSV, Pauli, Kiel, Uerdingen, MVV Maastricht, Dnipropetrowsk, Bellmare Hiratsuka) sowie der fünffache ungarische Nationalspieler Robert Waldner. "Alles Testakteure mit guter Vita, wenn nichts passt, gibt es weitere Gespräche", bleibt Essens Sportlicher Leiter Frank Kontny gewohnt entspannt.

Autor: og

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