Jagdzeit in Oberhausen. Und Oberförster Jörn Andersen macht mächtig dicke Beute. Als letzter vom Norweger eingefangen, der Berliner Angreifer Salif Keita.

RWO: "Jäger" Andersen: Attacke-Blick in die Alpen

cb
02. Juli 2004, 11:00 Uhr

Jagdzeit in Oberhausen. Und Oberförster Jörn Andersen macht mächtig dicke Beute. Als letzter vom Norweger eingefangen, der Berliner Angreifer Salif Keita.

Jagdzeit in Oberhausen. Und Oberförster Jörn Andersen macht mächtig dicke Beute. Als letzter vom Norweger eingefangen, der Berliner Angreifer Salif Keita. Er wechselt für zunächst zwei Jahre von der Spree an die Landwehr. Ein Transfer ganz nach dem Geschmack von Andersen. "Das hat mir gefallen, es ging alles ganz schnell. Er war Dienstag bei uns, hat unterschrieben und später schon trainiert. Wir hatten Salif schon länger auf der Liste, da jeder weiß, ich stehe auf schnelle Spieler." Und der Coach weiß auch schon, wo sich der Senegalese, der auch einen belgischen Pass besitzt, am liebsten tummelt. "Ich sehe ihn auf der linken offensiven Seite. Natürlich kann er auch zentral stürmen." Sieht der 28-Jährige ähnlich. "Ich bin nicht ganz festgelegt, kann mehrere Positionen vorne ausfüllen."
Bei der Schnelligkeit des Wechsels mussten die Überzeugungs-Argumente der Oberhausener gewirkt haben, schließlich konnte Keita auch von anderen Interessenten berichten. "Aus der Regionalliga Nord der WSV und Kiel" erklärt der Familienvater (ein Kind), "der Rest der Angebote kam aus dem Ausland." Wobei dem ehemaligen Hannoveraner die Wahl nicht so schwer fiel. "RWO wollte mich unbedingt haben, ich wollte auf jeden Fall hierhin. Für mich ist wichtig, weiterhin in der zweiten Liga zu bleiben."
Bei den Zielen hält sich der achtfache Torschütze der letzten Saison noch bedeckt. "Ich bin erst zwei Tage hier, muss noch alle kennenlernen. Aber warum soll es nicht für weit oben reichen", macht sich Keita schon Gedanken über den Blick zum Spitzenfeld. Klar, dass der Attacke-Mann möglichst weit weg vom Tabellenkeller landen will, hat er doch mit Union gerade erst die bittere Abstiegserfahrung gemacht. "Das war nicht schön. Es lief vieles nicht, der Trainer und das Präsidium wurden gewechselt. Da war es schwer, gute Leistungen zu bringen."
Die er aber im RWO-Dress zeigen möchte, am besten mit häufigem Torjubel. "Das ist mein Ziel, ich möchte öfter treffen als zuletzt", blickt Keita nach vorne, am besten mit tatkräftiger Unterstützumg des früheren Topstürmers Andersen. "Er war ein richtiger Torjäger, von dem ich sicherlich noch einiges lernen kann." Doch wer gedacht hat, Andersen schiebt jetzt eine ruhigere Kugel, hat sich geirrt. Der Ex-Profi will noch einmal im Angriffs-Bereich wildern gehen. Ein Kandidat, Milaim Rama, ist mittlerweile in Augsburg untergekommen. Auch Marcel Schied, der jetzt bei Andi Brehme in Unterhaching kickt, war kurzzeitig auf der Oberhausener Liste. "Den habe ich oft in Osnabrück gesehen. Ich war der Meinung, wir brauchen einen anderen."
Und RS erfuhr, der Blick der Verantwortlichen geht in die Schweiz, genauer zu Servette Genf, wo der 26-jährige Angreifer Léonard Thurre sein Unwesen treibt. Der aus der Jugend von Lausanne Sports stammende Thurre dürfte zurzeit auf der stürmischen Fahndungs-Liste sehr weit oben anzusiedeln sein.

Autor: cb

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