RWO: Knipser-Baustelle beheben

cb
09. April 2004, 14:15 Uhr

Die letzten Wochen haben viele in Oberhausen überrascht. Nicht, dass eine Krise über die "Kleeblätter" hereinbrach, wohl aber die Heftigkeit.

Die letzten Wochen haben viele in Oberhausen überrascht. Nicht, dass eine Krise über die "Kleeblätter" hereinbrach, wohl aber die Heftigkeit. "Dadurch haben wir sicherlich auch wichtige Erkenntnisse für die nächste Saison bekommen", erklärte RWO-Coach Jörn Andersen. Bedeutet: "Viele Akteure spielen auf Probe." Andersen zieht den Vergleich mit dem Abstiegskampf. "Was wäre, wenn wir unten stehen würden. Dann hätten wir mit einigen Charakteren in der Elf Probleme, die Klasse zu halten, Denn unten ist der Druck viel höher als oben."

Eine weitere Gewissheit aus den vergangenen Partien: Die Baustelle Torjäger. Andersen: "Die müssen wir nächste Saison mit einem Mann beheben, der richtige Knipser-Qualität hat." Vielleicht sogar ein Torjäger aus Deutschland, hat man doch auch in der Multi-Kulti-Mentalität ein eventuelles Problem ausgemacht. RWO-Vize Manfred Rummel: "Es wird natürlich innerhalb mancher Gruppen in der heimischen Sprache gesprochen. Vielleicht denken andere, besonders in Krisenzeiten, es wird über andere getuschelt."

Generell gilt das Anliegen, die Mannschaft in der Breite zu verstärken, da "uns durch Sperren und Verletzungen schnell die Qualität fehlt, um oben mitzuspielen. Wenn ich da sehe, was Mainz oder Cottbus noch einwechseln können", schaut Andersen etwas neidisch auf die Aufstiegskonkurrenten.

Mit Blick auf die neue Saison ist somit bisher klar: Einige Kicker, die in den letzten Wochen ihr zweites, schlechtes Gesicht gezeigt haben, stehen auf der Kippe. Die Planungen können theoretisch nochmals umgebastelt werden.

Autor: cb

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