Taktikfragen nach dem Training, eine Viererkette wie im Schlaf und ein vor Ehrgeiz nur so strotzender Trainer: Beim Kirchhörder SC ist einiges in Bewegung.

Kirchhörder SC

Des Trainers Ehrgeiz steckt das Team an

31. August 2010, 11:57 Uhr

Taktikfragen nach dem Training, eine Viererkette wie im Schlaf und ein vor Ehrgeiz nur so strotzender Trainer: Beim Kirchhörder SC ist einiges in Bewegung.

Adrian Alipour und seine Mannschaft haben einen richtig guten Weg in die neue Bezirksligasaison eingeschlagen. Zwar verlor das Team sein drittes Ligaspiel in Waltrop knapp mit 0:1, doch die beiden ersten Spiele mit Siegen gegen Wacker Obercastrop und Westfalia Huckarde flößten der Konkurrenz ordentlich Respekt ein, gelten doch sowohl Obercastrop als auch Huckarde als Teams mit klaren Spitzenplatzambitionen.

So zeigte sich auch Trainer Alipour mit den ersten 180 Ligaminuten einverstanden. "Wir haben wirklich schwere Gegner besiegt und das ist ein gutes Zeichen. Meine Mannschaft zieht toll mit und ich denke, wir befinden uns auf einem guten Weg", sagt der 31-Jährige. In der letzten Saison heuerte Alipour in Kirchhörder als Trainer an. "Damals konnte ich die Mannschaft aber nicht mehr nach meinen Vorstellungen aufbauen. Das war diesmal ganz anders", stellte der Ex-Verbandsligaspieler diesmal sein Team selbst zusammen.

Lernwillig zum Erfolg

Gespickt mit vielen A-Junioren verfügt Alipour zwar über eine unerfahrene Truppe, deren Pluspunkte aber der Ehrgeiz und der absolute Lernwillen sind. "Das ist schon manchmal verrückt, wenn die Jungs nach dem Training noch nach taktischen Dingen fragen, die ich ihnen dann an der Tafel aufzeichne", freut sich der KSC-Coach über zahlreiche Nachfragen zur eigenen Spielweise. Die Viererkette hat Alipour der Mannschaft schon vor einem Jahr eingeimpft. Im Training wurde in Spielformen das System immer und immer wieder trainiert. "Die Mannschaft macht das hervorragend und hat das jetzt wie im Schlaf drauf. Das bringt uns schon einen Vorteil gegenüber Teams, die noch in der Findungsphase stecken", erklärt Alipour.

"Trainerjob genau mein Ding"

In den Kinderschuhen des Traineramtes steckt noch der Jungcoach. Obwohl er nach Kreuzbandriss, Meniskusoperationen und weiteren schweren Verletzungen selbst noch als Stand-by-Spieler zur Verfügung steht, ist Alipour schnell klar geworden, "dass der Trainerjob genau mein Ding ist". Im letzten Jahr erwarb Alipour die C-Lizenz und will so schnell wie möglich mit der B-Lizenz nachziehen. Wenn er über seine Arbeit als Trainer spricht, klingt sein Ehrgeiz bei jedem seiner Worte mit. "Ich fühle mich ein wenig wie ein A-Junior, der in den Seniorenbereich kommt, wobei ich das Ganze eben einfach im Trainergeschäft erlebe", schildert Alipour seine Lage.

Kirchhörde ist der Underdog

Für seine Mannschaft hat der Coach keine konkrete Platzierung als Ziel ausgerufen. Kirchhörde will mannschaftlich geschlossen auftreten und den eigenen Auftritten eine größere Konstanz einverleiben, als das noch in der abgelaufenen Spielzeit der Fall war. "Man hat uns in der Liga denke ich nicht auf der Rechnung und das muss ja nicht das Schlechteste sein", fühlt sich Alipour in der Rolle des Underdogs pudelwohl.

Weitere starke Gegner warten in den kommenden Wochen auf den Kirchhörder SC. Genug Chancen also sowohl für Team als auch den Trainer, sich zu bewähren. "Ich will als Trainer alles lernen", betont Alipour und die Adressaten seiner ehrgeizigen Aussprüche, seine Spieler, scheinen diese Vorgabe auch als Ausführende auf dem Platz verinnerlicht zu haben.

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