Ein Eisregen machte den Rasen unbespielbar, die Partie gegen den VfB musste abgesagt werden. Während sich vier MSV-Fanbusse bereits in Höhe Hamburg befanden und wieder umdrehen mussten, erhielten die Zebras die Mitteilung kurz nach dem Frühstück in Lübeck.

MSV: Frühstück in Lübeck

rl
03. Februar 2004, 11:39 Uhr

Ein Eisregen machte den Rasen unbespielbar, die Partie gegen den VfB musste abgesagt werden. Während sich vier MSV-Fanbusse bereits in Höhe Hamburg befanden und wieder umdrehen mussten, erhielten die Zebras die Mitteilung kurz nach dem Frühstück in Lübeck.

Am Freitagnachmittag war Frau Müller noch guter Dinge. "Ein Spielausfall? Wo denken Sie hin, die Partie gegen den MSV Duisburg wird auf jeden Fall pünktlich ausgetragen", sagte die Geschäftsstellen-Mitarbeiterin des VfB Lübeck auf telefonische Nachfrage. Lediglich ein Temperatursturz auf minus 60 Grad könne das Match noch gefährden. Alle, die sich auf diese Aussage verlassen hatten, wurden allerdings enttäuscht. Ein simpler Eisregen, der in der Nacht zum Samstag über Norddeutschland prasselte, versetzte den Rasen an der Lohmühle in einen so schlechten Zustand, dass Schiedsrichter Thorsten Kinhofer aus Herne die Partie zwischen Lübeck und Duisburg gestern um 9 Uhr absetzte. Auch Lübecker Anhänger, die zuvor auf Bitte des Vereins mit der Schneeschaufel erschienen waren, konnten das nicht verhindern.

Während sich vier MSV-Fanbusse bereits in Höhe Hamburg befanden und wieder umdrehen mussten, erhielten die Zebras die Mitteilung kurz nach dem Frühstück in Lübeck. Coach Norbert Meier hatte gerade zur lockeren Laufeinheit gebeten. Diese wurde auch durchgezogen, denn für die Spieler war es wegen des anstehenden Pokalspiels in Mönchengladbach wichtig, in Bewegung zu bleiben. Dass die Liga-Partie ausfiel, wurmte Meier. "Ich habe schon als Spieler Ausfälle gehasst. Man weiß ja nie, ob die jeweilige personelle Situation beim Nachholtermin besser oder schlechter ist. Das sind alles Hypothesen", findet der Trainer, der abgesehen von den mutmaßlichen Reservisten Peter van Houdt und Benny Kruse alle Mann gesund an Bord hatte.

Bezogen auf das Pokalspiel in Gladbach halten sich Vor- und Nachteile die Waage. Einerseits gehen die Zebras ausgeruhter in den Cup-Wettbewerb als die Gastgeber, die gestern in Köln antreten mussten. Auf der anderen Seite befindet sich der MSV noch nicht im Spielrhythmus. "Schon aus diesem Grunde wären wir lieber in Lübeck angetreten. Andererseits hätte das bei schlechten Bodenbedingungen auch wenig Sinn gemacht", sagte Meier.
Ein Nachholtermin steht noch nicht fest, zur Disposition stehen Aschermittwoch, der 25. Februar und Dienstag, der 30. März. Ob das Wetter dann besser ist, kann bestimmt die freundliche Dame von der Lübecker Geschäftsstelle sagen.

Autor: rl

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