Norbert Meier ist ein Trainer, der penibel auf Details achtet. Beim gestrigen Training wies der MSV-Coach seine Schützlinge mehrfach darauf hin, sich mit den Bodenverhältnisse vertraut zu machen.

MSV DUISBURG - Detailfragen für Fürth

rl
11. Dezember 2003, 09:53 Uhr

Norbert Meier ist ein Trainer, der penibel auf Details achtet. Beim gestrigen Training wies der MSV-Coach seine Schützlinge mehrfach darauf hin, sich mit den Bodenverhältnisse vertraut zu machen.

Norbert Meier ist ein Trainer, der penibel auf Details achtet. Beim gestrigen Training wies der MSV-Coach seine Schützlinge mehrfach darauf hin, sich mit den Bodenverhältnisse vertraut zu machen. Denn auch beim morgigen Auswärtsspiel in Greuther Fürth (19 Uhr, Playmobil-Stadion) erwartet die Zebras wahrscheinlich ein hartgefrorener Untergrund. Da sei es besonders wichtig, die Standfestigkeit zu bewahren.

Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Denn konstant spielte der MSV in den letzten Wochen nicht. Zwar sind aus jeder Partie positive Elemente zu entnehmen, doch diese halten sich mit diversen Patzern die Waage. Meier bekommt immer noch einen dicken Hals, wenn er an den vergangenen Freitag denkt, als sein Team einen Sieg gegen Aue verschenkte und in der Schlusssekunde noch den 2:2-Ausgleich kassierte. "Wir müssen bis zum Ende hellwach sein", predigt Meier.

Mit diesem Detail haben einige Zebras aber Schwierigkeiten - und deshalb wird es in Franken doppelt schwer. In Fürth hat der MSV noch nie gepunktet, die letzten drei Partien wurden allesamt verloren, im Vorjahr war Meier in seinem ersten Spiel als MSV-Coach schon live dabei. "Gewesenes darf uns nicht interessieren", sagt Meier, der naturgemäß nach vorne blickt. Ohne großartige Hochrechnungen aufzustellen, bestätigt der Trainer, dass aus dem Doppelpack mit dem Heimspiel am kommenden Dienstag gegen Bielefeld, mindestens vier Punkte her sollten, damit die Winterpause keinen trüben Beigeschmack erhält.

Mit welchem Personal dieses Ziel erreicht werden soll, weiß Meier noch nicht. Nasir El Kasmi plagen Oberschenkelprobleme - und der Youngster, der in der Liga noch nie in der Startformation stand, spielt in den Überlegungen eine große Rolle. "Kasi" könnte den Posten des gelbgesperrten Ralf Keidel im rechten Mittelfeld übernehmen. Bereits in Pokalmatch in Regensburg löste El Kasmi diese Aufgabe über 120 Minuten überaus zufriedenstellend. Carsten Wolters soll dann an seiner Seite agieren, Rouven Schröder würde auf die rechte Abwehrseite rücken. "Diese Überlegungen werden hinfällig, wenn Kasi ausfällt", sagt Meier, der sich überdies vorstellen kann, den Brasilianer Caca als zweite Spitze zu bringen: "Der harte Boden kommt einem kleinen, quirligen Mann wie ihm doch entgegen." Alles weitere wird in Fürth geklärt. Da, wo es auf jedes Detail ankommt.

Autor: rl

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