Jede Woche hört man RWO-Coach Jörn Andersen freudig berichten, wie seine Truppe sich steigert und näher zusammenrückt.

OBERHAUSEN: Kulturen-Annäherung auf dem Platz

cb
24. Oktober 2003, 10:38 Uhr

Jede Woche hört man RWO-Coach Jörn Andersen freudig berichten, wie seine Truppe sich steigert und näher zusammenrückt.

Multi-Kulti-Annäherung in Oberhausen. Jede Woche hört man RWO-Coach Jörn Andersen freudig berichten, wie seine Truppe sich steigert und näher zusammenrückt. Das alles in rasendem Tempo. Keine Frage, der Norweger hat es geschafft, aus den vielen Einzelspielern eine homogene Einheit zu formen. Ein Puzzleteil dieses Gefüges ist der Belgier Gauthier Remacle, Stamm-Mitglied der Viererkette. Der Neuzugang aus Charleroi bestätigt: "Es klappt jeden Tag besser. Der Coach verlangt von uns, dass im Training viel gesprochen wird. Schließlich kannten sich die meisten vor der Saison noch gar nicht.Das Resultat sieht man auf dem Rasen, wo wir jede Woche besser zusammenarbeiten."

Dabei ist belanglos, ob sich alle Kicker auch abseits des Platzes regelmäßig treffen. "Natürlich sind die Brasilianer viel zusammen, oder die dunkelhäutigen Spieler. Aber das ist normal, weil jeder den Lebensstil der eigenen Kultur weiterleben möchte", erklärt Remacle.

Für den Abwehrakteur zählt nur die Weisheit von Sepp Herberger: "Wichtig ist auf dem Platz", wo am Freitag ein Erfolg gegen den VfB Lübeck Pflicht ist. "Viele sagen, es sind nur zwei Zähler nach unten. Ich schaue in der Tabelle nach oben. Als Profi muss ich mich doch an der Spitze orientieren. Ich bin mir sicher, wir haben mehr Möglichkeiten, als den zwölften oder 13. Platz zu belegen."

Um das zu beweisen, wollen die Oberhausener, speziell Remacle, ihrem Trainer nacheifern. "Jörn Andersen lebt es vor. Er arbeitet sehr hart, hat Ambitionen. Man merkt, er ist ein Profi. Diese Ambitionen habe ich auch. Ich will mich verbessern und vielleicht meinen Traum erfüllen. Einmal in der ersten Liga landen."

Autor: cb

Kommentieren