Wer Norbert Meier in diesen Tagen beobachtet, sieht, dass der MSV-Coach voll unter Strom steht. Dass seine Schützlinge die Startaufgabe mit einem Sieg über Lübeck erfolgreich gelöst haben, interessiert ihn offenbar nur am Rande.

MSV: Meier will noch nicht vom guten Start sprechen - Keine Glorifizierung

rl
08. August 2003, 11:59 Uhr

Wer Norbert Meier in diesen Tagen beobachtet, sieht, dass der MSV-Coach voll unter Strom steht. Dass seine Schützlinge die Startaufgabe mit einem Sieg über Lübeck erfolgreich gelöst haben, interessiert ihn offenbar nur am Rande.

Wer Norbert Meier in diesen Tagen beobachtet, sieht, dass der MSV-Coach voll unter Strom steht. Dass seine Schützlinge die Startaufgabe mit einem Sieg über Lübeck erfolgreich gelöst haben, interessiert ihn offenbar nur am Rande. "Das waren drei Punkte, mehr nicht", sagt Meier, der nur wegen der heftigeren Temperaturen das Training ein wenig drosselt. "Gegen Lübeck lief noch lange nicht alles so rund, wie wir uns das vorstellen", ist Meier weit davon entfernt, den guten Start zu glorifizieren. Im Gegenteil. "Von einem guten Start kannst du vielleicht reden, wenn wir nach fünf Spieltagen immer noch oben dabei sind. Davon sind wir noch ein Stück entfernt", sagt der frühere Mönchengladbacher.
Insgeheim ist der Coach aber doch innerlich erleichtert. Schließlich gab es vor dem Auftakt sehr viele Fragezeichen. "Wir hatten gegen Lübeck nur drei Mann aus der Vorsaison in der Startformation", weiß Meier, dass es angesichts dieser Tatsache schon recht gut lief. Außerdem habe sein Team gerade im zweiten Durchgang Moral gezeigt und sich den Erfolg regelrecht erarbeitet. Für den Trainer ist das eine wichtige Bestätigung, denn er stellte die Mannschaft auch nach charakterlichen Gesichtspunkten zusammen. Für Meier war es gut zu sehen, dass in der Schlussphase, als der Auftaktsieg in Gefahr war, eine Schippe draufgelegt wurde.
Und dabei präsentierte sich die Mannschaft eben als geschlossene Einheit. Obwohl zwangsläufig nur elf Mann in der Startformation auflaufen konnten, floss kein böses Blut. "Andreas Voss war beispielsweise sauer, weil er nicht beim Anpfiff auflief. Das ist normal. Dann gab er nach seiner Einwechselung die richtige Antwort, paddelte ordentlich und zeigte ein gutes Spiel", unterstreicht Meier, der die Reservisten auch zu den Stammspielern zählt.
An den Defiziten wird gearbeitet. Dass der MSV zuletzt vermehrt durch lange Bälle auffiel, sei nicht im Sinne des Trainers. In dieser Woche wurde am Kurzpassspiel gefeilt. Sonntag geht es schließlich zum Aufsteiger Unterhaching. Die dortige Spielvereinigung gewann ebenfalls ihr Auftaktmatch und ist durch Ex-MSV-Coach Wolfgang Frank bestimmt mental gut drauf.

Autor: rl

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