Wenn Norbert Meier über den Gesundheitsstand von Josef Ivanovic redet, würde der Coach des MSV Duisburg wahrscheinlich am liebsten weinen.

DUISBURG: Einigkeit mit Dede - Ivanovic weiter verletzt

og
18. Juli 2003, 10:47 Uhr

Wenn Norbert Meier über den Gesundheitsstand von Josef Ivanovic redet, würde der Coach des MSV Duisburg wahrscheinlich am liebsten weinen.

Wenn Norbert Meier über den Gesundheitsstand von Josef Ivanovic redet, würde der Coach des MSV Duisburg wahrscheinlich am liebsten weinen. Mit der Empfehlung von 18 Saisontreffern wurde Ivanovic aus Aachen verpflichtet und soll beim MSV auch für Furore sorgen. Davon ist der Stürmer, den alle "Jupp" rufen dürfen, momentan aber weit entfernt. Seit dem ersten Trainingstag plagt sich Ivanovic mit Achillessehnen-Beschwerden herum, konnte kaum trainieren und brach auch zu Wochenbeginn einen Laufversuch nach nur vier Minuten ab. Seitdem befindet sich der Stürmer wieder in München bei Dr. Müller-Wohlfahrt und soll erst wieder kommen, wenn die Beschwerden völlig ausgeheilt sind. "Alles andere hat keinen Zweck", weiß Meier.
Der Trainer ahnt auch, dass Ivanovic somit für den Saisonstart ausfallen wird. "Für uns ist das bitter, weil wir von Ivanovic viel erwarten", sagt Meier, der sich gleichwohl auferlegt hat, nicht öffentlich zu jammern. "Wir müssen damit klar kommen und haben ja viele andere Stürmer im Kader", weist der Coach auf Alternativen wie Miro Spizak, Markus Kurth, Abdelaziz Ahanfouf oder Rafael Kazior hin.
Sind das aber wirklich Alternativen, zumal Spizak und Kurth eher als Vorbereiter denn als Vollstrecker gelten? Meier entkräftet diese Sorge. "Beide sind wahnsinnig heiß. Dass sie in der letzten Saison trotz guter Leistungen nicht so oft getroffen haben, muss ja nicht so bleiben", hofft der MSV-Trainer und ergänzt konsequent: "Nur weil Ivanovic fehlt, werden wir jetzt nicht nervös."
Stattdessen bereitet er sich gewissenhaft auf den Saisonstart gegen Lübeck am 3. August vor. Heute fährt Meier nach Schneverdingen um den VfB im Testspiel gegen Kickers Offenbach zu beobachten. Wenn Lübeck nächste Woche gegen den Hamburger SV spielt, ist gleichwohl ein MSV-Vertreter vor Ort.
Und wahrscheinlich hat Meier bis zum Saisonauftakt noch eine weitere Alternative im Kader. Mit Lukas Dede, der im Probetraining überzeugte (wir berichteten), sind sich die Zebras einig, gestern wurden bereits beim Ausländeramt einige Formalien erledigt. Weitgehende Einigkeit besteht auch zwischen den Vereinen. Der MSV wird den 20-jährigen Mittelfeldspieler wohl vom brasilianischen Verein Atlitico Mineiro ausleihen. "Wenn alles glatt geht, könnte man Dede sofort bringen. Wir haben aber viele Alternativen", meint Meier. Auch deshalb kann sich der Coach jegliches Jammern sehr gut verkneifen.

Autor: og

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