Im Abschiedsspiel für

"Kaiser"-Abschied

Bayern verliert gegen Real Madrid

sid
13. August 2010, 23:31 Uhr

Im Abschiedsspiel für "Kaiser" Franz Beckenbauer musste Bayern München eine 2:4-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Spaniens Rekordmeister Real Madrid einstecken.

In dem Prestigeduell hatte es nach 90 Minuten 0:0 gestanden. Die Münchner waren dabei vor 69.000 Zuschauern zumeist die bessere Mannschaft, scheiterten aber unter anderem mit einem Foulelfmeter von Holger Badstuber (8.) an Torhüter Iker Casillas. Im Elfmeterschießen hielt der Weltmeister dann gegen Hamit Altintop und Edson Braafheid.

Für den FC Bayern war die nur phasenweise unterhaltsame Begegnung der letzte Test vor den Auftakt zur Verteidigung ihrer beiden nationalen Titel. Nach dem DFB-Pokalspiel am kommenden Montag gegen den Fünftligisten Germania Windeck in Köln (18.00 Uhr/Sky live) eröffnet der Double-Gewinner die 48. Bundesliga-Saison am darauffolgenden Freitag (20. August) gegen den VfL Wolfsburg.

Die Bayern hätten schon in der 8. Minute durch einen von Sergio Ramos an Franck Ribery verursachten Strafstoß in Führung gehen können. Casillas hielt den Schuss von Badstuber allerdings ebenso wie den Nachschuss von WM-Torschützenkönig Thomas Müller. Der spanische Nationaltorhüter war in weltmeisterlicher Verfassung und vereitelte vor dem Elfmeterschießen gegen Ribery (42.) und Miroslav Klose (43.) weitere große Chancen der Münchner.

Ribery spielte von Beginn an und war bis zu seiner Auswechslung nach einer Stunde auffälligster Spieler der Münchner. Auf der rechten Abwehrseite gab Trainer Louis van Gaal Nachwuchsspieler Nicolas Jüllich eine Bewährungschance - und der 20-Jährige machte seine Sache zumeist gegen Cristiano Ronaldo gut. In der zweiten Halbzeit zeigte Ersatztorhüter Thomas Kraft gegen die etwas stärker werdenden Spanier starke Paraden - so in der 79. Minute bei einem Kopfball von Ronaldo.

Bei Real, das sich erkennbar noch in der Vorbereitungsphase befindet, stand Sami Khedira in der Anfangsformation: Der deutsche Nationalspieler fiel wie viele seiner neuen Mannschaftskollegen aber nicht sonderlich auf.

Offiziell war die Begegnung das Abschiedsspiel für Franz Beckenbauer, dem die Ehre 33 Jahre zuvor bei seinem Wechsel vom FC Bayern zu Cosmos New York verwehrt geblieben war. Der "Kaiser", im vergangenen November vom Amt als Präsident zurückgetreten und jetzt Ehrenpräsident, führte symbolisch den Anstoß zu "seinem" Spiel aus. Anschließend überreichte er den nach ihm benannten Siegerpokal, der einer vergrößerten Kopie der Trophäe für den Gewinner der Champions League gleicht.

Autor: sid

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