Drastische Gehaltskürzung oder Arbeitslosigkeit: Der serbische Fußball-Verband FSS hat dem Nationaltrainer Radomir Antic ein Ultimatum gestellt.

Serbien: Ultimatum

Gehaltskürzung oder Antic kann gehen

sid
13. August 2010, 19:22 Uhr

Drastische Gehaltskürzung oder Arbeitslosigkeit: Der serbische Fußball-Verband FSS hat dem Nationaltrainer Radomir Antic ein Ultimatum gestellt.

Entweder akzeptiert der Coach des deutschen Gruppengegners bei der WM-Endrunde in Südafrika eine signifikante Kürzung seines Einkommens, oder der Verband löst den Vertrag auf. "Wenn wir keine Einigung mit Antic erzielen, werden wir am Mittwoch mit der Suche nach einem neuen Trainer beginnen", sagte FSS-Boss Tomislav Karadzic auf einer Pressekonferenz am Freitag.

Radomir Antic hatte Serbien erstmals zu einer WM-Endrunde geführt. Dort hatte das Team Deutschland in der Gruppenphase mit 1:0 besiegt, vergab aber trotzdem den Einzug in das Achtelfinale. "Die FSS sieht das Abschneiden bei der WM als gescheitert an. Wir haben Fortschritte gemacht in den Gesprächen über einen neuen Vertrag. Es gibt nun noch ein weiteres Treffen.

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Wir Karadzic erklärte, seien dem Verband durch das Vorrunden-Aus geschätzte Einnahmen in Höhe von rund zehn Millionen Dollar (umgerechnet 7,8 Millionen Euro) entgangen. Deshalb müssten Einsparungen in allen Bereichen vorgenommen werden. Antic soll derzeit 150.000 Dollar (umgerechnet 117.000) pro Monat erhalten. Karadzic gestand mit Blick auf die Qualifikation für die EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine ein, dass eine Trennung von Antic zu diesem Zeitpunkt alles andere als günstig sei.

Wegen eines "Fehlverhaltens" im letzten WM-Vorrundenspiel gegen Australien (1:2) ist Antic allerdings für vier Pflichtspiele gesperrt worden. Ein Einspruch des serbischen Verbandes war abgelehnt worden. Antic hatte sich über Schiedsrichter-Entscheidungen bei der Niederlage gegen die Socceroos beklagt.

Autor: sid

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