Morten Rasmussen gehört eher zu den Leisetreten seiner Zunft. Der Däne gibt sich in der Öffentlichkeit als zurückhaltender, lieber, netter Zeitgenosse.

MSV - Morten Rasmussen und der Durchschnitt

rl
03. Juni 2003, 12:09 Uhr

Morten Rasmussen gehört eher zu den Leisetreten seiner Zunft. Der Däne gibt sich in der Öffentlichkeit als zurückhaltender, lieber, netter Zeitgenosse.

Morten Rasmussen gehört eher zu den Leisetreten seiner Zunft. Der Däne gibt sich in der Öffentlichkeit als zurückhaltender, lieber, netter Zeitgenosse. Fußballspielen kann er auch. In dieser Saison absolvierte er 15 Einsätze für den MSV Duisburg und stand dabei fünf Mal in der Startformation. Dass er dabei nicht nachhaltig in Erinnerung geblieben ist, liegt zum einen an seiner zurückhaltenden Art, zum anderen aber bestimmt auch daran, das Rasmussen auf dem Rasen ebenso zuverlässig wie unspektakulär auftritt. Der Linksfuß verrichtet seine Arbeit ordentlich, aus dem Durchschnitt ragt er aber nicht heraus.

Für einen, dessen Vertrag ausläuft, alles andere als optimale Voraussetzungen. "Ich bin noch jung, habe viel gelernt und werde noch weiter lernen", sagt Rasmussen ohne dabei als Quell eines sprudelnden Selbstvertrauens zu wirken. "Die Situation ist nicht einfach", stellt der 22-Jährige fest und will sich auf das Wesentliche beschränken: "Ich bin ein Arbeitertyp und werde weiter hart schuften, um Erfolg zu haben."

Rasmussen kann es nicht verhehlen, dass er dies gerne in Duisburg getan hätte. Bereits vor zwei Wochen erteilten ihm die Zebras bezüglich einer Vertragsverlängerung aber eine Absage. Eine Überraschung war das nicht, wenngleich Rasmussen zwischenzeitlich auf positivere Signale gehofft hatte. In den aufeinanderfolgenden Spielen gegen Mainz und Mannheim durfte er Mitte April jeweils über 90 Minuten mitwirken. "Mit der Spielpraxis kam ich immer besser zurecht und fand meinen Rhythmus", sagt Rasmussen, der zuletzt aber wieder auf der Bank und im Amateurkader verschwand. In der Tat befand sich der Däne im Aufwärtstrend, auch wenn es keiner so recht merkte.

Dabei sollte es einer merken, denn Rasmussen würde gerne in Deutschland bleiben. "Wenn nicht in Duisburg, dann vielleicht bei einem anderen Club", erzählt er. Die Möglichkeit, in die dänische Heimat zurück zu kehren, sei gegeben. "Viel lieber möchte ich es aber in Deutschland schaffen. Dafür werde ich bis zur letzten Möglichkeit kämpfen", sagt Morten Rasmussen. Es ist ihm zu wünschen, dass ein Teil seiner Karriere nachhaltig in Erinnerung bleibt.

Autor: rl

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