Zu Recht hat der VfL Bochum nach einer desolaten Saison, wie man im Pott sagt, „auf die Fresse gekriegt“. Die Aufarbeitung hat längst stattgefunden.

VfL-Kommentar

Endlich wieder Fair Play

12. August 2010, 14:58 Uhr

Zu Recht hat der VfL Bochum nach einer desolaten Saison, wie man im Pott sagt, „auf die Fresse gekriegt“. Die Aufarbeitung hat längst stattgefunden.

Die Spieler müssen im Zweitliga-Jahr auf fast ein Drittel ihres Gehalts verzichten und selbst die Angestellten müssen den Gürtel enger schnallen.

Man kann also, was die Spieler angeht, von einer „Bestrafung“ sprechen. Doch obwohl die neue Saison unmittelbar bevorsteht, haben einige Zeitgenossen es noch nicht aufgegeben alles, aber auch wirklich alles am VfL zu kritisieren. Als Übeltäter Nummer eins hat man Thomas Ernst ausgemacht, den man groteskerweise sogar für Dinge verantwortlich macht, die in einen Zeitpunkt fielen, als er noch gar nicht in Bochum war.

Also sollte man sich vielleicht jetzt mit der VfL-Gegenwart und Zukunft auseinandersetzen. Zum Beispiel, dass Transferausgaben für Tese, Federico und Saglik (Gesamt: 700.000 Euro) Einnahmen von zur Stunde 1,5 Mio. Euro gegenüberstehen, obwohl die Rechte für Sestak, Fuchs und Fernandez weiter beim VfL liegen.

Oder damit, dass mit Tese, Federico und Saglik für Zweitliga-Verhältnisse herausragende Offensivspieler gewonnen wurden. Oder dass mit Toski und Kopplin hungrige, zum Teil Profi-erprobte Akteure hinzukommen, und dass die Forderung nach eigenen Talenten aus der Jugendabteilung gleich mehrfach erfüllt werden. Für all dies sind Ernst und Ansgar Schwenken tatsächlich verantwortlich. Da ist es Zeit, ihnen mit Fairplay zu begegnen.

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