Die Saison hat noch gar nicht angefangen, und dennoch hat sich beim MSV Duisburg einiges getan. Das fängt schon bei der Zusammenstellung des Kaders an.

MSV U19: Neuer Kapitän

André Dej übernimmt die Binde

08. August 2010, 12:27 Uhr

Die Saison hat noch gar nicht angefangen, und dennoch hat sich beim MSV Duisburg einiges getan. Das fängt schon bei der Zusammenstellung des Kaders an.

„Wir haben charakterlich gute Typen dabei. Es gibt disziplinarisch nichts zu beanstanden“, betont Trainer Uwe Fecht. Wohl wissend, dass dies in der Vergangenheit nicht immer der Fall war.

In der abgelaufenen Serie warf der Linienchef seiner Truppe mehrfach ein Einstellungsproblem vor. Das scheint nun kein Thema mehr zu sein, zumal der Ausgang der Kapitänswahl ganz nach Fechts Geschmack ist. André Dej bekommt die Binde, seine Vertreter werden Baris Örücü und Florian Albri sein. „Und mit Neuzugang Tobias Portmann haben wir einen weiteren Akteur, der die anderen mitreißen kann“, freut sich der Linienchef.

"Jeder hat sein eigenes Ding gemacht"

„Im letzten Jahr hat jeder sein eigenes Ding gemacht. Jetzt zählt der Teamgedanke“, bekräftigt Dej. Sein Zusatz: „Ohne die vielen Streitereien macht es viel mehr Spaß.“ Dabei ist für den Ex-Leverkusener neben der Freude auch die Verantwortung gestiegen. Doch eine gänzlich neue Erfahrung ist das Kapitänsamt nicht für ihn – er füllte es bereits drei Jahre lang beim Bayer-Nachwuchs aus. „Ich muss die Mannschaft leiten und bin der verlängerte Arm des Trainers. Gerade die Jüngeren brauchen meine Unterstützung“, skizziert der Altjahrgang seine Aufgaben.

Nebenbei verfolgt der letztjährige Stammspieler aber noch ein anderes, ganz persönliches Ziel: „Ich will mich für höhere Spielklassen empfehlen.“ Es ist ihm durchaus bewusst, dass er den Profitraum nicht exklusiv träumt. Doch er weiß auch, das seinen ehemaligen Mitspielern Maurice Exslager und Burakcan Kunt der Sprung beim MSV gelungen ist. „Sie sagen, dass es schneller, aber trotzdem machbar wäre“, berichtet Dej.
Täglich 140 Kilometer zum Training

Ein paar Mal durfte er selbst schon oben mittrainieren, doch einen festen Kontakt gibt es noch nicht. Dem Rechtsaußen ist bewusst, dass ihm ein ganz entscheidendes Jahr bevorsteht, dass nun die Weichen für seine Zukunft gestellt werden. Am liebsten würde er seinem Vorbild Lionel Messi nacheifern, „der ist technisch stark, aber auf dem Boden geblieben.“ Aber Dej ist vernünftig genug, nicht alles auf die Karte Fußball zu setzen.

Im Sommer 2011 will der Fachgymnasiast seinen Abschluss in der Tasche haben. Sorgen muss er sich nicht machen, er ist ein guter Schüler. Und das, obwohl er einigen Aufwand betreibt, um alles unter einen Hut zu bekommen. Denn von seiner Heimatstadt Köln aus muss der 18-Jährige 140 Kilometer zu jedem Training an der Wedau zurücklegen. Immerhin ist vieles einfacher geworden, seitdem er ein eigenes Auto hat. „Das ist kein Problem“, bemerkt der Youngster, der mittlerweile vorfreudig zu den Einheiten düsen kann.

Proportional zum Spaß ist auch das Vertrauen in die Mannschaft gestiegen. „Von Platz drei bis sechs ist alles für uns drin“, bemerkt Dej. Er glaubt daran, weil er „ein echter Typ“ ist, wie es Fecht beschreibt.

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