Mit einer frischen Schiene am linken Arm begrüßte Timo Kunert die Profis des FC Schalke.

SCHALKE II - Timo Kunert kämpft um den Anschluss

hb
29. Januar 2007, 12:09 Uhr

Mit einer frischen Schiene am linken Arm begrüßte Timo Kunert die Profis des FC Schalke.

Mit einer frischen Schiene am linken Arm begrüßte Timo Kunert die Profis des FC Schalke. Durch seinen beim Auftakttraining der Bundesligatruppe vor dreieinhalb Wochen erlittenen Bruch der Mittelhand hat der 19-Jährige die komplette Vorbereitung verpasst. "Das war natürlich ein Schock. Ich bin gegen Marcelo Bordons Ellenbogen gestoßen, und der ist ja nicht gerade von Pappe", erinnert sich Kunert an den verhängnisvollen Unfall.

Nun kämpft er um den Anschluss, denn eine Woche nach dem Meisterschaftsstart oben nimmt auch die Oberliga wieder den Spielbetrieb auf. Das Match gegen den FC Gütersloh nächsten Sonntag kommt für Kunert aber wohl noch zu früh. "Ich war am Freitag zum ersten Mal laufen, über 45 Minuten. Normalerweise ist das kein Problem für mich, doch diesmal habe ich ganz schön gepustet", weiß der Blondschopf, dass er einiges aufzuholen hat. "Wenn von oben die Ansage kommt, er ist wieder fit, dann plane ich ihn ein", will Mike Büskens, Coach der S04-Reserve, die Entwicklung abwarten.

Im letzten Sommer zum Lizenzkicker befördert und schon als möglicher Nachfolger des zum FC Sevilla abgewanderten Christian Poulsen auserkoren, muss Kunert auf sein Debüt in der deutschen Eliteklasse noch warten. Sebastian Boenisch und Mesut Özil, die mit ihm im vergangenen Sommer die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft feierten, sind da einen Schritt weiter. "Das ist bei der Konkurrenz auf meiner Position normal. Fabian Ernst, Zlatan Bajramovic und Hamit Altintop sind Nationalspieler. Klar, dass die Vorrang haben", sieht er die erste Saison bei den Profis als "Lehrjahr".

Daher hat Kunert kurzfristig zwei Ziele vor Augen: "Ich möchte möglichst noch in der laufenden Saison auf meinen ersten Bundesliga-Einsatz haben. Das hat Vorrang, aber ich würde natürlich auch gerne weiter in der U20-Auswahl des DFB spielen, um mich vielleicht für die U21 empfehlen zu können."

Autor: hb

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