Jürgen Röber ist bei Borussia Dortmund ein Traumdebüt und spektakulärer Start in die Bundesliga-Rückrunde gelungen.

3:2 gegen Bayern! Traumdebüt von Röber in Dortmund

26. Januar 2007, 22:29 Uhr

Jürgen Röber ist bei Borussia Dortmund ein Traumdebüt und spektakulärer Start in die Bundesliga-Rückrunde gelungen.

Jürgen Röber ist bei Borussia Dortmund ein Traumdebüt und spektakulärer Start in die Bundesliga-Rückrunde gelungen. Der Nachfolger des nach der Hinrunde gefeuerten Trainers Bert van Marwijk feierte mit dem verdienten 3:2 (1:2) über den deutschen Meister Bayern München den dritten Heimsieg der Westfalen und den ersten über den Rekord-Titelträger seit drei Jahren. Die Saisontore Nr. 7 und 8 von Alexander Frei (12., 57.) sowie der Treffer von Tinga verdarben den Bayern den ersehnten Auftakterfolg bei der Jagd auf das Spitzenduo Werder Bremen und Schalke 04. Für den Titelaspiranten reichte es vor 80.708 Zuschauern in der seit Wochen ausverkauften Dortmunder Arena unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw nur zu Treffern von Daniel van Buyten (25. ) und Roy Makaay (42.).
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Für die Bayern war es bereits die vierte Auswärtsniederlage der laufenden Saison. Torhüter Oliver Kahn hatte schon vor dem Spiel erklärt, dass eine Niederlage in Dortmund vorentscheidenden Charakter im Meisterschaftskampf haben könnte. `Wenn wir so spielen wie heute, werden wir sicher nicht Meister´, schimpfte Nationalspieler Philipp Lahm: `Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung, aber jetzt haben wir wieder so angefangen wie in der Hinrunde. Wenn man 2:1 führt, darf man einfach nicht verlieren.´ Von der ersten Minute an spürte man die Brisanz, die über dem Duell der Erzrivalen lag. Zahlreiche Fouls und Nickeligkeiten prägten die Anfangsphase, in der Schiedsrichter Manuel Gräfe aus Berlin mit einigen unglücklichen Entscheidungen für zusätzliche Hektik sorgte.
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Die Borussen waren sichtlich um Wiedergutmachung für die schwache Hinrunde bemüht und beherrschten die spielerisch stärkeren Bayern in den ersten 20 Minuten mit Kampfkraft und Aggressivität. Erst als die Borussen nach dem Kopfball von Frei zur 1:0-Führung in die Defensive zurückfielen, stieg der Druck der Bayern. Fast folgerichtig drückte Abwehrspieler van Buyten den Ball aus kurzer Distanz zum Ausgleichstreffer über die Torlinie, bevor Makaay eklatante Schnitzer von Philipp Degen und Markus Brzenska schlitzohrig zur Halbzeitführung der Bayern nutzte. Doch die Dortmunder kamen wie verwandelt aus der Kabine, wie sie schon in der Anfangsphase des Spiels ein völlig anderes Gesicht im Vergleich zur Hinrunde zeigten. Der zweite Treffer von Frei setzte ein neues Signal für die Offensive der Dortmunder, die sich weitere gute Möglichkeiten erspielten und durch den Brasilianer Tinga das Spiel drehten.

Die Bayern hingegen taten sich sehr schwer gegen die aggressive und auch disziplinierte Spielweise der Borussen. Vor allem im Mittelfeld fehlte den Gästen ein dominanter Regisseur, der die Sturmspitzen in Szene setzen konnte. In der Schlussphase der Begegnung zog Bayern-Coach Felix Magath in der Offensive alle Register und brachte auch Nationalspieler Lukas Podolski zum Einsatz. Schon in der Halbzeit hatte Magath Hasan Salihamidzic ausgewechselt, der bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde. Der Bosnier hatte Nationalspieler Sebastian Kehl im Hinspiel beim Saisonauftakt (0:2) rüde gefoult, so dass der Dortmunder seither kein Punktspiel bestreiten konnte und auch im Schlagerspiel des Rückrundenauftakts fehlte.

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