Das zum Teil äußerst schweißtreibende Trainingslager in Bitburg ist vorbei und die erste Hauptrunde im DFB-Pokal bei der TuS Koblenz rückt immer näher.

Fortuna: Torwartfrage

"Wimpernschläge geben den Ausschlag"

Christian Krumm
29. Juli 2010, 10:07 Uhr

Das zum Teil äußerst schweißtreibende Trainingslager in Bitburg ist vorbei und die erste Hauptrunde im DFB-Pokal bei der TuS Koblenz rückt immer näher.

Nun haben die Fortuna-Spieler die härteste Phase der Vorbereitung hinter sich. Schon zum achten Mal war Trainer Norbert Meier im Rahmen eines Trainingslagers in Bitburg, ein Fortuna-Team zum sechsten Mal. „Es hat geographische Vorteile, denn wenn beispielsweise ein Spieler im Training oder einer Testbegegnung Schaden davon trägt, sind es kurze Wege, um bei den vertrauten Kräften in Düsseldorf Hilfe zu finden", erklärt Meier, warum er diesen Ort präferiert.

Nicht nur auf Fortschritte im sportlichen Bereich wurde in Bitburg geachtet, sondern auch auf Kommunikation mit den Spielern. Meier: „Wir haben viele Einzelgespräche geführt, in denen den Neuen nochmals die Bedeutung der Fortuna als Traditionsverein vor Augen geführt wurde. Nicht um Druck auszuüben, sondern in Hinsicht darauf, welchen Spaß sie erwarten dürfen."

Nun wird der Coach nach und nach an seiner Startelf feilen. Schon im Tor wird es hochinteressant. Michael Ratajczak dürfte aufgrund seiner starken Leistungen in der vergangenen Saison die Nase vorn haben. Außerdem hat sein Kontrahent Michael Melka seit Monaten mal wieder ein paar Wochen am Stück trainieren können. „Fortuna hat zwei Keeper, die ihre gleichwertigen Qualitäten oft genug unter Beweis gestellt haben", hält sich Meier noch bedeckt. „Letztlich werden es Wimpernschläge sein, die eine Rolle spielen."

Nicht überraschend, dass der Trainer sich bislang noch nicht in die Karten schauen lässt. Aber auch in der Viererkette gibt es eine vakante Stelle, um die es derzeit einen Zweikampf gibt. Die Außenverteidiger werden weiterhin Christian Weber auf rechts und Johannes van den Bergh auf links heißen. Innen ist Jens Langeneke als Abwehrchef und Vize-Kapitän gesetzt. Mehrfach betonte Meier, was für eine überragende Saison er zuletzt gespielt habe. Wer wird in Koblenz neben ihm auflaufen? Entweder der junge Assani Lukimya-Mulongoti oder der erfahrene Tiago. Eine Entscheidung wird wohl erst kurz vor dem ersten Pflichtspiel fallen.

Im defensiven Mittelfeld wird wieder Claus Costa versuchen, der Abwehrreihe Arbeit abzunehmen. Auch Marco Christ hat sich in der Vorbereitung sowohl als Antreiber als auch als Torschütze in Szene setzen können. Bleiben die Außenpositionen: Sicherlich gehört Kapitän Andreas Lambertz, wenn er nicht wie derzeit verletzt ausfällt, in die erste Elf. Fällt er aus, könnte Thiago Rockenbach da Silva seine Rolle übernehmen. Auch er hat in den letzten Wochen gezeigt, dass er der Fortuna auf Anhieb helfen kann. Weitere Kandidaten sind Patrick Zoundi und Oliver Fink, der auch auf der linken Seite ein Thema ist. Da kämpfen Sascha Dum und Nachwuchstalent Maximilian Beister um einen Platz im Team.

Den scheint Stürmer Sandor Torghelle sicher zu haben. Der Goalgetter traf in der Vorbereitung so häufig wie kein anderer, acht mal ließ er es in den gegnerischen Toren klingeln. Sein Partner wird entweder der mit großen Erwartungen gekommene Wellington oder Ranisav Jovanovic sein. Es sind also noch einige Plätze offen. Eine Tatsache, die es in den restlichen Trainingseinheiten bis zum Start spannend macht.

Autor: Christian Krumm

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