Klubchef Diego Della Valle hat dem italienischen Fußballklub AC Florenz seinen alten Namen zurückgekauft. Nach dem Bankrott spielte der Traditionsverein zuletzt unter dem Namen Florentia Viola in der Serie C2.

Aus Florentia Viola wird wieder AC Florenz

jso
16. Mai 2003, 14:56 Uhr

Klubchef Diego Della Valle hat dem italienischen Fußballklub AC Florenz seinen alten Namen zurückgekauft. Nach dem Bankrott spielte der Traditionsverein zuletzt unter dem Namen Florentia Viola in der Serie C2.

Der italienische Fußballverein AC Florenz darf seinen alten Namen wieder verwenden. Aufgrund finanzieller Probleme und 22 Millionen Euro Schulden musste der Traditionsverein im vergangenen September den Zwangsabstieg von der Serie A in die Serie C2 unter dem Namen Florentia Viola antreten. Nach der Pleite des damaligen Klubchefs, des Medienunternehmers Vittorio Cecchi Gori, stürzte der Verein in die tiefste Krise seiner 77-jährigen Geschichte. Der ursprüngliche Name wurde zurückgekauft und der Klub feiert nun seinen Neubeginn unter altem Namen.

Alter Name kostete 2,5 Millionen Euro

Bei einer Auktion in Florenz machte der Klubchef von Florentia Viola, Diego Della Valle, ein Angebot von 2,5 Millionen Euro, um den historischen Klubnamen "AC Fiorentina" und das Symbol der Lilie zurückerwerben. "Ich habe ein Versprechen gehalten, das ich den Fiorentina-Tifosi im vergangenen Jahr gemacht hatte. Jetzt können wir wieder mit unserem historischen Namen spielen", sagte Della Valle. Unter seiner Führung konnte der krisengeschüttelte Klub in die erste Gruppe der Dritten Liga aufsteigen. Eine große Feier ist am kommenden Montag in Florenz geplant, um den Aufstieg und den zurückerworbenen Klubnamen zu zelebrieren.

Fans hielten trotz Abstieg zum Verein

Della Valle hatte im vergangenen Herbst 7,5 Millionen Euro in die Rettung des toskanischen Traditionsklubs investiert. Aus der alten Mannschaft verblieben fünf Spieler, allen voran Kapitän Angelo Di Livio, der vor dem Neuanfang in der Serie C2 seine letzte WM mit der Squadra Azzurra absolviert hatte. Trotz des Abstiegs hatten die Fans ihrem Klub die Treue gehalten. So wurden über 16.000 Saisondauerkarten abgesetzt, mehr als in der vergangenen Saison im Oberhaus.

Autor: jso

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