SCHALKE - Lincoln muss sich beweisen

hb
14. Januar 2007, 10:30 Uhr

Marcelo Bordon und Lincoln sind dabei, Levan Kobiashvili und Peter Lövenkrands aber nicht.

Marcelo Bordon und Lincoln sind dabei, Levan Kobiashvili und Peter Lövenkrands aber nicht. Während die beiden Brasilianer beim ersten Testspiel in Uerdingen (2:1 für Schalke) geschont wurden und am heutigen Sonntag beim FC Utrecht zu ihrem ersten Einsatz im neuen Jahr kommen, fallen gleich wieder zwei Mitspieler aus. Den Georgier erwischte ein grippaler Infekt, "Kobi" holte sich am Samstag lediglich ein paar Infusionen ab, statt mit den Teamkollegen am Nachmittag zu trainieren. Lövenkrands absolvierte zwar die Einheit ohne körperliche Beschwerden, doch seine Frau Teresa liegt in anderen Umständen. Das dänische Paar erwartet sein erstes Kind, daher darf der angehende Papa Peter zu Hause bleiben.

Wie Bordon und Lincoln ist auch Darío Rodriguez in Utrecht zum ersten Mal in der Vorbereitung unter Wettkampf-Bedingungen am Ball. Im Gegensatz zum Kapitän und Regisseur soll der Uruguayer aber erst in der zweiten Halbzeit auflaufen. "Alle Spieler kommen mindestens 45 Minuten lang zum Einsatz", nimmt Trainer Mirko Slomka keine Touristen mit ins benachbarte Holland.

Den Vergleich mit dem aktuellen Tabellenneunten der niederländischen Ehrendivision, die bereits am kommenden Samstag wieder in die Meisterschaft startet, hängt der S04-Coach nicht so hoch – zumindest, was das Spielergebnis angeht. "Das ist nicht so entscheidend. Wichtiger ist mir, dass wir taktische Dinge einstudieren und im Vergleich zur Hinrunde verbessern", setzt Slomka zehn Tage nach dem Beginn der Vorbereitung und knapp zwei Wochen vor dem Rückrunden-Start in Frankfurt andere Schwerpunkte. "Wir wollen möglichst zu Null spielen und an unserer Konterstärke feilen."

Das mit einem in der ersten Halbserie nicht wirklich funktionierenden System. "Wir spielen über 90 Minuten 4-4-2. Da hatten wir in den vergangenen Monaten noch Schwächen und es kann natürlich auch sein, dass wir im Verlauf der Rückrunde noch öfters in dieser Formation auflaufen werden", erläutert Slomka.

Das kommt in erster Linie Lincoln entgegen, für den bei der zuletzt erfolgreich praktizierten 4-3-3-Aufstellung kein Platz war. In Utrecht kann der körperlich wieder fitte "Zehner" beweisen, dass er für das Schalker Team unverzichtbar ist.

Autor: hb

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