Mit einem Sieg können die deutschen U20-Fußballerinnen vorzeitig ins WM-Viertelfinale einziehen. Trainerin Maren Meinert warnt jedoch vor Kolumbien.

U20-Juniorinnen

WM-Viertelfinale im Visier

sid
16. Juli 2010, 08:37 Uhr

Mit einem Sieg können die deutschen U20-Fußballerinnen vorzeitig ins WM-Viertelfinale einziehen. Trainerin Maren Meinert warnt jedoch vor Kolumbien.

Nach dem gelungenen Auftakt können die deutschen U20-Fußballerinnen bei der Heim-WM mit einem weiteren Erfolg im zweiten Gruppenspiel gegen Kolumbien heute (18.00 Uhr, live bei Eurosport) in Bochum bereits vorzeitig den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen.

Da die Südamerikanerinnen in ihrem ersten Spiel der Gruppe A Frankreich überraschend ein 1:1 abtrotzten, würde nach dem 4:2 der deutschen Mannschaft gegen Costa Rica ein Erfolg bereits einen Platz in der Runde der letzten Acht garantieren. Damit könnte das letzte Vorrundenspiel gegen Frankreich am kommenden Dienstag (11.30 Uhr in Augsburg) ein Duell um den Gruppensieg werden.

Doch DFB-Trainerin Maren Meinert warnt vor den Kolumbianerinnen: "Das ist eine Mannschaft, die offensiv Fußball spielt und sich zu Recht hinter Brasilien für die WM qualifiziert hat." Außerdem habe ihnen der späte Ausgleich gegen Frankreich "eine gewisse Euphorie vermittelt, die sie sicher auch vor der deutschen Kulisse von 12 bis 15.000 Zuschauern beflügelt".

Meinerts Konzentration gilt zwar voll und ganz der eigenen Gruppe, dennoch hat sie das Straucheln der anderen Favoriten verfolgt: "Dass Nigeria England ein 1:1 abringen kann, wundert mich nicht. Wir wissen, wie stark Nigeria ist." Auch Titelverteidiger USA war gegen Ghana nicht über ein 1:1 hinausgekommen. "Die USA starten immer mit Problemen ins Turnier", sagte die 36-Jährige. Wirklich überrascht hat die 92-malige Nationalspielerin nur das 3:3 von Mexiko gegen Japan: "Dass die 3:1 gegen Japan in Führung gehen, hätte ich nicht gedacht. Dennoch bleiben die Japanerinnen weiter mein Titelfavorit."

Wenn es an dem 4:2 zum Auftakt gegen Costa Rica am Dienstag etwas zu bemängeln gab, war es die Chancenauswertung der DFB-Elf. "Das 4:2 war nach dem Spielverlauf eigentlich zu wenig", sagte Meinert. Und auch die Mannschaft haderte mit der eigenen Nachlässigkeit im Abschluss. "Wir haben aus den Standards zu wenig gemacht, obwohl wir körperlich eigentlich überlegen waren", sagte Doppel-Torschützin Alexandra Popp (FCR Duisburg).

In der Defensive wird Meinert auf jeden Fall umstellen müssen. Bianca Schmidt, mit 14 A-Länderspiele eine der erfahrenen Spielerinnen im Kader, wurde nach ihrer Roten Karte wegen einer Notbremse im Auftaktspiel für ein Spiel gesperrt. Ein großes Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz ihrer Potsdamer Teamkollegin Tabea Kemme, die gegen Costa Rica nach 20 Minuten wegen einer muskulären Verhärtung im Oberschenkel ausgewechselt werden musste.

Autor: sid

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