Eingeständnis und Dementi. Michael Zorc bestätigt durchaus, dass Jakub Blaszczykowski

BVB: Pienaar und Amoah ohne schwarz-gelbe Zukunft

rk
11. Januar 2007, 16:52 Uhr

Eingeständnis und Dementi. Michael Zorc bestätigt durchaus, dass Jakub Blaszczykowski "ein interessanter Spieler ist", schließt den Satz aber gleichzeitig mit dem Kurz-Fazit ab, "mehr auch nicht."

Eingeständnis und Dementi. Michael Zorc bestätigt durchaus, dass Jakub Blaszczykowski "ein interessanter Spieler ist", schließt den Satz aber gleichzeitig mit dem Kurz-Fazit ab, "mehr auch nicht." Gleichzeitig erklärt der Dortmunder Sportdirektor, "ich habe nie gesagt, dass eine mögliche Verpflichtung mehr als ein Gerücht ist. Das im Umlauf befindliche Zitat ist schlicht und einfach falsch." Der 21-Jährige steht zur Zeit noch in Diensten von Wisla Krakau sowie regelmäßig im Aufgebot der polnischen Nationalmannschaft.

Für den Mittelfeldspieler soll der Titelaspirant aus dem Nachbarland angeblich eine Ablösesumme von drei Millionen Euro fordern, die, wenn überhaupt, allerdings erst im Sommer fließen wird. Der Vize-Meister der vergangenen Saison will in dieser Spielzeit zu Meisterschaftsehren kommen und sowohl Blaszczykowski als auch Pawel Brozek, der vom AS Nancy umworben wird, keine vorzeitige Freigabe erteilen.

Ob das Thema in Dortmund noch heißer wird, hängt auch von der Zukunft von Steven Pienaar ab. Wie wir bereits in unserer Sonntagsausgabe angedeutet haben, steht der Südafrikaner vor dem Absprung, den er nun selbst forciert. "Wir haben mit ihm ein Gespräch geführt, in dem wir zu einem deckungsgleichen Ergebnis gekommen sind", stellt Zorc klar, "die Erwartungen, die wir im letzten Sommer hatten, sind von beiden Seiten sicher nicht erfüllt worden." Eine Trennung liegt auf der Hand, wird aber von einer nicht ganz unwichtigen Tatsache noch blockiert. "Es liegt kein Angebot für Steven vor", war auch die eigene Suche des Ex-Amsterdamers, der die Ersatzbank satt hat, bisher nicht von Erfolg gekrönt.

Bevor neue Spieler kommen, muss erst einmal Platz geschaffen werden im jetzigen BVB-Kader. Zu den Kandidaten, deren Uhr in Dortmund mit Sicherheit abgelaufen ist, gehört auch Matthew Amoah. Der Ghanaer, der vor Jahresfrist für rund 400.000 Euro von Vitesse Arnheim ins Revier wechselte, hat noch nicht einen überzeugenden Auftritt im schwarz-gelben Dress abgeliefert. Der WM-Teilnehmer war ohnehin nur auf den ausdrücklichen Wunsch von Bert van Marwijk hin verpflichtet worden. Hans-Joachim Watzke damals: "Jetzt hat der Trainer seinen Lieblingsspieler." Der selbsternannte "Knipser" fand den Torschalter beim BVB nie, wirkt zudem extrem zweikampfschwach. Auch in seinem Fall gibt es die Schwierigkeit, dass die Interessenten nicht gerade Schlange stehen, obwohl schon einer reichen würde.

Auf der anderen Seite ist der BVB als Arbeitgeber offenbar sehr gefragt. "Es ist schon unglaublich, welche Anzahl an Spielern momentan mit uns in Verbindung gebracht werden", kann Zorc gar nicht so viele Namen dementieren wie sie Tag für Tag genannt werden. Zu den in der Gerüchteküche gehandelten gehört auch Baris Özbek von Rot-Weiss Essen. Aus dem Umfeld des deutschen U20-Nationalspielers wird vermeldet, dass dem Mittelfeldakteur Nachfragen aus Mönchengladbach, Stuttgart und Dortmund vorliegen sollen. Amateur-Coach Theo Schneider über das 20-jährige Talent: "Ein bärenstarker Junge." Der Chef-Einkäufer der Borussen dazu: "Vielleicht ist er ein Thema für die Regionalliga-Mannschaft, für den Profi-Kader aber nicht."

Autor: rk

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