Seinen größten Auftritt hatte er, als die Partie fast schon vorbei war:

Rost sieht Aufbruchstimmung beim HSV

09. Januar 2007, 11:50 Uhr

Seinen größten Auftritt hatte er, als die Partie fast schon vorbei war:

Seinen größten Auftritt hatte er, als die Partie fast schon vorbei war: Mit einer großartigen Parade in der Nachspielzeit sicherte Frank Rost dem Hamburger SV am Montag den 2: 1-Erfolg gegen den Iran und krönte damit ein gelungenes Debüt im Trikot seines neuen Arbeitgebers. Der neue Keeper ist angekommen, ein wichtiges Mosaiksteinchen in den Plänen von Trainer Thomas Doll zum Unternehmen Klassenerhalt für die Rückrunde. `Er hat gleich gezeigt, dass er präsent ist´, sagte Doll, `er hat der Mannschaft viel Ruhe gegeben.´ Erst am Freitag war er mit 24 Stunden Verspätung ins Trainingslager der Hanseaten in Dubai nachgereist. Die Verhandlungen mit dem alten Klub Schalke 04 und um die endgültigen Formulierungen im neuen Vertrag zogen sich hin. Bis 2009 hat er in Hamburg unterschrieben, ohne Ausstiegsklausel im Abstiegsfall. 800. 000 Euro soll die Ablöse betragen, zuzüglich zahlreicher Nachzahlungen sollte der HSV mit Rost erfolgreich sein.

Jetzt muss er sich rantasten an seine neuen Mitspieler: `Das Spiel war ein ganz guter Anfang für uns, zu dem ich einen Teil beigetragen konnte´, sagte Rost, `ich hoffe, wir nehmen diesen Spirit jetzt mit.´ Nach vier Tagen mit seinen neuen Kollegen hat der viermalige Nationaltorwart in Dubai jedenfalls schon so etwas wie Aufbruchstimmung beim Tabellen-17. ausgemacht: `Alle sind absolut engagiert bei der Sache, es herrscht gute Stimmung im Team.´ Zweieinhalb Monate hat der 33-Jährige kein Spiel mehr bestritten, seit er bei den Königsblauen ausgemustert wurde. `Ich muss dringend Spielpraxis sammeln, ich bin lange raus´, meint Rost. Auch deshalb wurde er bereits im ersten Match der Dubai Football Challenge eingesetzt. `Wir haben überlegt, ob wir ihn so schnell schon bringen sollen´, sagte Doll, `aber es war der richtige Zeitpunkt, er soll auch Kontakt zu seinen Mitspielern bekommen.´

Rosts jedenfalls war von Anfang an präsent. Er dirigierte, wies seine Mitspieler nach Fehlern lautstark zurecht und lobte bei guten Aktionen. Der neue Torwart soll schließlich nicht nur der eigenen Hintermannschaft zusätzliche Sicherheit geben, sondern auch den gegnerischen Stürmern den Respekt einflößen, den sie möglicherweise in der Hinrunde verloren haben. `Ich bin mir sicher, dass für den HSV wieder positive Zeiten anbrechen´, sagte Rost, `der Sieg gegen Iran war auch wichtig für das Selbstvertrauen, das ist viel besser als Training.´

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