Der Wirbel um den Wechsel von Torwart Frank Rost vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 zum Hamburger SV geht weiter.

Torwart bei Schalker Trainingsauftakt dabei - Wirbel um Rost-Wechsel geht weiter

04. Januar 2007, 19:28 Uhr

Der Wirbel um den Wechsel von Torwart Frank Rost vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 zum Hamburger SV geht weiter.

Der Wirbel um den Wechsel von Torwart Frank Rost vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 zum Hamburger SV geht weiter. Die Königsblauen erteilten Rost zwar die Freigabe für einen Wechsel zum abstiegsbedrohten Ligakonkurrenten, doch der Transfer an die Alster ist noch immer nicht perfekt. Der 33-Jährige trainierte am Donnerstag sogar noch bei der ersten Einheit der Schalker nach der Winterpause mit - allerdings wohl zum letzten Mal. `Der Transfervertrag ist unterschrieben, nun muss Frank bei uns noch seinen Auflösungsvertrag unterzeichnen´, sagte Schalkes Manager Andreas Müller. Dass Rost noch in Schalke trainierte und nicht mit dem HSV am Donnerstagnachmittag ins Trainingslager nach Dubai flog, begründete Müller mit bürokratischen Vorgängen in Hamburg: `Das ist dort wohl noch nicht durch alle Gremien gegangen. ` Rost, der sich bis 2009 an die Hamburger binden wird, hat den medizinischen Check in der Hansestadt bereits bestanden und wird voraussichtlich am Freitag nach Dubai nachreisen.

Der HSV hatte den endgültigen Vollzug des Transfers am Donnerstagmorgen noch nicht bestätigen wollen. `Wir sind noch in Verhandlungen. Ich gehe nicht davon aus, dass am Donnerstag schon alles über die Bühne gehen wird´, hatte HSV-Sprecher Jörn Wolf erklärt. Auch Rost selbst wollte nach dem Training noch keinen endgültigen Schlussstrich ziehen. `So lange ich meinen Vertrag auf Schalke habe, werde ich mein Bestes geben. Doch ich bin im besten Torwart-Alter und kann noch zwei bis drei Jahre spielen, aber das kann ich nur dort, wo man mich auch lässt´, meinte der von Manuel Neuer aus dem S04-Tor verdrängte Rost: `Der Abschied aus Schalke würde mir zwar weh tun, aber manchmal muss man solche Entscheidungen treffen.´ Die finanziellen Rahmenbedingungen sind bereits klar: Der HSV zahlt für den viermaligen Nationalspieler sofort 800.000 Euro an die Gelsenkirchener.

Im Falle des Klassenerhalts wird ein erster Nachschlag in Höhe von 200.000 Euro fällig. Sollten die Hamburger in den nächsten zweieinhalb Jahren den Europapokal erreichen, folgen weitere Überweisungen bis zu maximal einer halben Million Euro. Bei Schalke war Rost zuletzt nur noch Ersatz hinter Manuel Neuer. Die Schalker plagten am Donnerstag allerdings noch ganz andere Sorgen. Im Transfer-Gezerre mit dem brasilianischen Verteidiger Gustavo schaffte der Profi Fakten. Der 24-Jährige teilte den Könisgblauen mit, trotz seines im Dezember unterzeichneten Vertrags bis 2009 aus familiären Gründen in seiner Heimat bleiben und deswegen nicht nach Gelsenkirchen kommen zu wollen. `Wir haben dies zur Kenntnis genommen und müssen und werden mit der Entscheidung des Spielers leben. Wir weisen jedoch darauf hin, dass wir einen rechtsgültigen Vertrag mit Gustavo haben, so dass er nicht irgendwo anders spielen kann. Den Vertrag werden wir vorerst nicht auflösen, sondern die weitere Entwicklung abwarten´, erklärte Schalkes Manager Andreas Müller auch mit Blick auf das bekannte Interesse des brasilianischen Erstligisten Palmeiras Sao Paulo an dem Abwehrspieler.

Gustavo kann seinen bisherigen Klub Parana Cube ablösefrei verlassen. Schon vor Eingang von Gustavos Mitteilung auf Schalke hatte Müller seinen Standpunkt im Fachmagazin kicker klargestellt: `Wenn er nicht kommen will, muss Palmeiras uns eine Ablösesumme zahlen.´ Unterdessen wird Mittelfeld-Talent Alexander Baumjohann die Schalker in Richtung Borussia Mönchengladbach verlassen. Die Rheinländer verpflichteten den 19-Jährigen bis 2009. Über die Höhe der Ablöse für den Teenager, der bei den Königsblauen nicht den erhofften Durchbruch geschafft hatte und noch einen Vertrag bis zum Saisonende besaß, machten beide Klubs keine Angaben.

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