Wer befürchtet hatte, dieses Wochenende bis auf 90 Minuten Freundschaftsgekicke unserer Nationalelf auf Fußball verzichten zu müssen, darf aufatmen. Verantwortlich ist der ARAG-Verbandspokal. Obwohl die 2. Runde offiziell erst auf den 17./18. Oktober terminiert wurde, werden vier “Achtelfinal“-Begegnungen bereits an diesem Wochenende ausgetragen. Alle vier Spiele warten mit Ober- oder Regionalliga-Beteiligung auf und versprechen sowohl interessante „David-gegen-Goliath“-Duelle als auch ein Kräftemessen auf Augenhöhe.

ARAG-Verbandspokal: 2. Runde, Vorschau

"Von denen geht keiner arbeiten"

Aaron Knopp
05. Februar 2007, 01:17 Uhr

Wer befürchtet hatte, dieses Wochenende bis auf 90 Minuten Freundschaftsgekicke unserer Nationalelf auf Fußball verzichten zu müssen, darf aufatmen. Verantwortlich ist der ARAG-Verbandspokal. Obwohl die 2. Runde offiziell erst auf den 17./18. Oktober terminiert wurde, werden vier “Achtelfinal“-Begegnungen bereits an diesem Wochenende ausgetragen. Alle vier Spiele warten mit Ober- oder Regionalliga-Beteiligung auf und versprechen sowohl interessante „David-gegen-Goliath“-Duelle als auch ein Kräftemessen auf Augenhöhe.

Eines der Spiele, in denen die Favoritenrolle klar vergeben ist, steigt bereits am Samstag im Naturstadion am Finkenkamp. Der TSV Mülheim Heimaterde, Spitzenreiter der Bezirksliga 8, empfängt die Regionalliga-Kicker von Fortuna Düsseldorf. Keine Frage, dass die Zuschauerkapazität bereits weit im Vorfeld erschöpft war. Bereits seit zwei Wochen ist die Partie ausverkauft, was sicher auch ein Verdienst der Gäste-Fans aus Düsseldorf sein dürfte, für die natürlich alles andere als ein deutlicher Auswärtssieg keine Option sein dürfte.

Was für die Fortuna im Idealfall nur eine Station auf dem Weg Richtung DFB-Pokal ist, ist für den TSV bereits ein erinnerungswürdiges Highlight: auf der Homepage des Vereins sind bereits Gedenk-T-Shirts zur Partie gegen den Regionalligisten zu erwerben.

Eine Spielklasse weniger trennt die Bezirksliga-Auswahl des KTSV Preußen Krefeld und den Oberligisten VfB Homberg. An der Favoritenrolle der Gäste dürfte das jedoch wenig ändern. Zwar wusste der VfB in der Oberliga Nordrhein bisher nicht zu glänzen, belegt derzeit Tabellenplatz 14, doch am Weiterkommen der Duisburger besteht letztlich kaum ein Zweifel.

Als „gutes Trainingsspiel“ stuft auch Oliver Vössing, Trainer des Landesligisten TuS Helene Essen die Partie gegen den Oberligisten Rot-Weiß Oberhausen ein. „Allein dass wir uns mit Oberhausen messen dürfen, ist schon etwas Positives. In so einer Partie wird jeder Fehler gnadenlos bestraft. Da können wir für die Meisterschaft nur lernen.“

Der Klassenunterschied lässt Vössings Erwartungen bescheiden ausfallen. „Unmöglich ist nichts, wir haben vor zwei Jahren auch schon mal den Oberligisten ETB Schwarz-Weiß Essen geschlagen. Aber man muss schon sagen, dass es nicht sehr wahrscheinlich ist, gegen RWO zu bestehen. Wir wussten in der Liga bisher auch noch nicht so recht zu überzeugen, dümpeln im unteren Mittelfeld herum, während Oberhausen ganz klar nach oben will. Die trainieren fünfmal die Woche, teilweise zweimal am Tag. Das sagt einem eigentlich schon, wo der Hase lang läuft. Da ist alles auf Fußball ausgerichtet, von denen geht keiner arbeiten.“

Bereits am heutigen Freitag treffen auch zwei Mannschaften mit annähernd ausgeglichenem Kräfteverhältnis aufeinander. Zumindest die gemeinsame Spielklasse der Oberligateams lässt ein Duell auf Augenhöhe vermuten. Den KFC Uerdingen erwartet beim Auswärtsspiel im Stadion Sonnenblume dennoch ein ganz schwerer Brocken. Die SSVg Velbert dominiert derzeit die Oberliga Nordrhein und marschiert auf direktem Weg in Richtung Regionalliga. Einzig Rot-Weiß Oberhausen kann mit der Spielvereinigung noch Schritt halten. So trennen die Velberter schon ganze elf Punkte von den Gästen aus Krefeld, die derzeit den sechsten Tabellenplatz belegen. Auch das wohl ausgeglichenste Pokalduell dieses Wochenendes hat also einen Favoriten. Umso größer dürfte die Freude der Außenseiter sein, dem vermeintlich überlegenen Gegnern ein Bein zu stellen.

Autor: Aaron Knopp

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