Irgendwann war er doch zu erkennen, der Klassenunterschied zwischen dem A-Ligisten aus Bochum und dem Landesligisten. Da nützte den Eppendorfern alles Aufbäumen nichts, der Hombrucher SV erwies sich als eine Nummer zu groß und zog verdient in die dritte Runde des Verbandspokals ein. Nach den guten Nachrichten vom Freitag - das Spiel gegen TuS Eving wird nachträglich mit 2:0 für Hombruch gewertet - ein weiterer Grund zur Freude für die Dortmunder. [i]Ein Ortstermin[/i]

Verbandspokal 2. Runde: SW Eppendorf - Hombrucher SV

Eppendorf tapfer aber chancenlos

05. Februar 2007, 01:18 Uhr

Irgendwann war er doch zu erkennen, der Klassenunterschied zwischen dem A-Ligisten aus Bochum und dem Landesligisten. Da nützte den Eppendorfern alles Aufbäumen nichts, der Hombrucher SV erwies sich als eine Nummer zu groß und zog verdient in die dritte Runde des Verbandspokals ein. Nach den guten Nachrichten vom Freitag - das Spiel gegen TuS Eving wird nachträglich mit 2:0 für Hombruch gewertet - ein weiterer Grund zur Freude für die Dortmunder. [i]Ein Ortstermin[/i]

Strahlender Sonnenschein und an die 300 Zuschauer empfingen die Fußballer am Sonntag Nachmittag an der Engelsburger Straße. Ideale Rahmenbedingungen also für einen aufregenden Pokalfight. Nach Siegen gegen die Verbandsligisten YEG Hassel und zuvor im Kreispokal gegen die DJk TuS Hordel, waren die Eppendorfer schon zu einem kleinen Pokalschreck avanciert. Der Zweiklassen-Unterschied relativierte sich außerdem dadurch, dass Hombruch-Coach Samir Habibovic einigen Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance gab. Die Partie war zu Beginn ausgeglichen - ausgeglichen ungefährlich muss man wohl sagen. "Da konnte man keinen Klassenunterschied erkennen, wir haben sehr gut dagegen gehalten", zeigte sich auch Eppendorf-Trainer Thomas Baron zufrieden.

Nur langsam kam die Offensive der Dortmunder in Fahrt. Und wenn sich den Stürmern der Habibovic-Elf dann einmal gute Einschussgelegenheiten boten, gingen diese reichlich großzügig damit um. Dass Zeugnis einer sehr ordentlichen Defensivleistung der Gastgeber war vor allem dem umsichtigen Libero Michael Strauch und Torwart Daniel Nolte zu verdanken. Und so blieb in den ersten 45 Minuten außer einem Aluminiumtreffer und mehreren, am Ende fast immmer harmlosen, Strafraumszenen für die Hombrucher nichts zu vermelden. Die Schwarz-Weißen lauerten auf Konter, die Abseitsfalle der Gäste schnappte jedoch mit schöner Regelmäßigkeit zu, bevor es richtig brenzlig vor dem Kasten von Benjamin Göken wurde.

Das 0:0 zum Pausenpfiff erhöhte die Hoffnung der Wattenscheider Fans auf eine weitere Sensation der Baron-Elf im Verbandspokal-Wettbewerb. Die Dortmunder kamen jedoch deutlich verbessert, weil beim Torabschluss abgeklärter, aus der Kabine und steigerten den Druck auf das Tor der Eppendorfer.

Trotzdem musste in der 64. Minute eine Standardsituation herhalten, um die verdiente Führung herzustellen. Nach einem Freistoß von Patrick Jensen konnte sich Verteidiger Martin Ringwelski am Fünf Meter-Raum durchsetzen und per Kopf die Führung erzielen. "Gegen so eine Mannschaft musst du das 1:0 auch erstmal machen", zollte Hombruch-Trainer Habibovic dem A-Ligisten Respekt. "Individuelle Fehler und Probleme mit unserer Abseitsfalle" machten für den Heim-Coach Baron den Unterschied aus. "Da wir in der Liga keine Linienrichter haben, spielen wir sonst auch nicht auf Abseits."

Als Beweis für dieses Manko, tauchte nur zwei Minuten später Sawas Savvidis allein vor Eppendorfs Torhüter Nolte auf und wurde von diesem zu Fall gebracht. Der Gefoulte trat selbst zum Elfmeter an, verwandelte trocken zum 0:2 und so langsam wurde auch dem letzten SWE-Anhänger klar, dass aus einer erneuten Überraschung zumindest an diesem Tag nichts werden würde.

In der Schlussphase kehrten die Hombrucher zu ihrem spendablem Umgang mit Torchancen zurück, der Bochumer A-Ligist vertraute auf den Zufall und versuchte mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen. Vergebens, die sehr faire Partie endete 2:0 für den Gast aus Dortmund, die sich jetzt auf den Oberligisten der Spvgg Erkenschwick freuen. "Auch wenn die Chancen, die Hauptrunde des DFB-Pokal auf diesem Weg zu erreichen, bei einem oder 0,5 Prozent liegen - ein Anreiz ist es allemal" schmunzelte Coach Habibovic.

Und auch der Eppendorfer Übungsleiter war am Ende zufrieden: "Ach, gegen einen Oberligisten hätte ich auch gerne gespielt, aber jede Glückssträhne ist nun mal irgendwann vorbei. Wenn ich bedenke, dass ich auf vier Stammkräfte verzichten musste, hat sich die junge Mannschaft heute sehr teuer verkauft. Die Erfahrung aus so einem Spiel hilft uns für die Meisterschaft sicher weiter", resümierte Baron.

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