BVB: Florian Kringes Ziel: "Wollen mit unseren Fans noch einmal feiern"

rk
17. Dezember 2006, 11:52 Uhr

"Zum Abschluss wollen wir noch einmal mit den Fans feiern", strebt nicht nur Florian Kringe einen versöhnlichen Abschluss gegen Bayer Leverkusen an.

"Zum Abschluss wollen wir noch einmal mit den Fans feiern", strebt nicht nur Florian Kringe einen versöhnlichen Abschluss gegen Bayer Leverkusen an. Es wäre auch ein halbwegs gelungener Abschied für Bert van Marwijk, der mit an sicher grenzender Wahrscheinlichkeit zum letzten Mal an der Außenlinie für den BVB agieren wird. Aber das Unterfangen wird alles andere als leicht, denn die Borussen plagen vor dem Westduell einige personelle Sorgen. Neben dem Langzeit-Verletzten Sebastian Kehl, müssen auch die gesperrten Tinga und Alexander Frei sowie der am Innenband lädierte Nelson Valdez und Christoph Metzelder, der auch am Freitag nicht trainieren konnte, passen.

Die Möglichkeit für andere, sich zu bewähren. Steven Pienaar wird nach langer Zeit wieder eine Chance von Anfang an bekommen und auch der zuletzt wegen einer fünften gelben Karte zuschauende Marc-André Kruska ist erneut dabei. Unter besonderer Beobachtung wird aber Matthew Amoah stehen, der nach seiner indiskutablen Vorstellung auf Schalke nun gefordert ist, endlich den Leistungsknoten zu durchschlagen, selbst wenn ihm van Marwijk demonstrativ den Rücken stärkt: "Er hat mein Vertrauen. In den vergangenen Wochen hat man gesehen, dass er kein so schlechter Stürmer ist und langsam wieder an sein altes Niveau herankommt." Ergänzend fügt der Niederländer hinzu: "In Holland hat er einen guten Namen. Man darf auch nicht vergessen, wir haben ihn für sehr wenig Geld bekommen. Er hat unglaubliches Pech gehabt." Wie gut, dass jeder so seine eigenen Ansichten hat.

Wie zum Beispiel Michael Skibbe, der ehemalige Dortmunder, der nun für das Bayer-Team verantwortlich ist. Nach dem Weiterkommen im UEFA-Pokal fordert der Coach noch ein weiteres Vor-Weihnachtsgeschenk von seiner Mannschaft: "Wir müssen noch einmal alles aus uns herausholen." van Marwijk: "Ich habe das Gefühl, dass Leverkusen auswärts ähnlich spielen will wie zuhause." Zudem hat er die Hoffnung auf eine Führung seines Teams: "Dann könnte es für uns ein bisschen leichter sein, weil Bayer am Donnerstag gegen Istanbul Kraft gelassen hat." Skibbe geht trotzdem mit einem guten Gefühl in das Match, immerhin konnte er beide Spiele gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber zu seinen Gunsten entscheiden. Egal ob in Leverkusen oder in Dortmund, am Ende hatten die Werkskicker jeweils mit 2:1 die Nase vorn. Im Wiederholungsfall dürften die Fans nicht versöhnt, sondern stocksauer in die Winterpause gehen.

Autor: rk

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