Nein, was hatte Peter Skov-Jensen nach dem 0:1 beim VfB Stuttgart alles hören und lesen müssen.

BOCHUM: Däne will gegen VfB Weihnachten retten

gp
17. Dezember 2006, 09:18 Uhr

Nein, was hatte Peter Skov-Jensen nach dem 0:1 beim VfB Stuttgart alles hören und lesen müssen.

Nein, was hatte Peter Skov-Jensen nach dem 0:1 beim VfB Stuttgart alles hören und lesen müssen. Der dänische Keeper war schlichtweg der Buhmann. Seine verunglückte Faustabwehr fand sich bundesweit in den Schlagzeilen. Doch nur eine Woche später ist die Torwartwelt wieder in Ordnung. Zwar musste der 35-Jährige gegen Gladbach nicht gerade Schwerstarbeit verrichten, aber in der Schlüsselszene des Spiels machte er einen mehr als guten Job. Als Federico Insua frei vor ihm auftauchte und der Däne den Ball zur Ecke abwehren konnte. Skov-Jensen mit einem Schmunzeln: "Letzte Woche habe ich gelesen, dass ich ein Spiel verloren habe. Schreibt doch mal, dass ich jetzt eines gewonnen habe."

Mehr ein Spaß. Denn eigentlich ist der Goalie mit seinen 35 Jahren ein ruhiger, cooler Typ, der von sich sagt: "Ich habe ein ganz dickes Fell. Wenn ich noch ein junges Knäbchen wäre, würde ich mir nach dem Stuttgart-Spiel Gedanken machen. Aber das ist nun mal das Schicksal des Torhüters, dass eine einzige Situation entscheidet, ob der Daumen nach oben oder unten geht." Freitag Abend, nach dem zweiten "zu Null" der Hinrunde, ließ der Keeper seine Gedanken nochmals über die letzten Monate schweifen: "Ich habe nie daran gezweifelt, dass wir da unten 'raus kommen. Richtig schlecht waren doch nur die Spiele gegen Bremen und Leverkusen. Ansonsten hätten wir überall punkten können."

Skov-Jensen musste sich in der Hinrunde eigentlich vorkommen wie in einer anderen Welt. Kassierte der VfL doch mehr Gegentreffer als in der kompletten Zweitligasaison. Skov-Jensen: "Das ist eben der große Unterschied. In Liga eins wird auch der kleinste Fehler schon zu einem Gegentor. Das ist qualitativ schon eine andere Welt." Nach dem 2:0 gegen Mönchengladbach übrigens ging es für Skov-Jensen noch in eine dritte Halbzeit: "Ich habe noch zwei Fiege-Radler getrunken, ein bisschen Fernsehen gesehen. Denn nach so einem Spiel kannst du nicht gleich schlafen." Und doch, spätestens am Dienstag Abend will der Däne wieder hellwach sein: "Wir haben gesehen, dass wir mit Stuttgart mithalten können. Jetzt wollen wir sie auch schlagen. Das nötige Selbstvertrauen haben wir jedenfalls." Schafft der VfL mit Skov-Jensen tatsächlich den Sprung ins Viertelfinale - das Weihnachtsfest wäre endgültig gerettet.

Autor: gp

Kommentieren