Regionalliga: BaWü-Zebras in der Kritik

Meister HEG entzaubert NEV

Markus Terbach
04. Februar 2007, 01:07 Uhr

Eine hundertprozentige Leistung und ein Quäntchen Glück. Im Lager des Neusser EV war jedem Akteur, Verantwortlichen und Trainer Andrej Fuchs klar, dass sich NRW-Meister Herner EG nur besiegen lässt, wenn diese Dinge gegeben sind. Doch das Team des NEV bot vor über 500 Fans in der heimischen Eissporthalle eine ganz schwache Vorstellung und kassierte eine 3:7-Niederlage. „Das war heute nicht unser Tag“, musste Trainer Andrej Fuchs zugeben. „Aber wir haben in dieser Saison ja noch mindestens eine Chance gegen die HEG zu gewinnen.“ Im letzten Spieldrittel wurde es auf dem Eis hektisch, weil es beide Seiten gelegentlich mit der Härte übertrieben.

Boris Ackermann musste nach einem Bandencheck mit Verletzungsfolge gegen Patrick Berger vorzeitig unter die Dusche, während Hernes Robert Cavanagh Glück hatte, dass die Schiedsrichter seinen Stockstich gegen Ronny Sassen nur erahnen konnten und mit zwei Minuten mild bestraften. Während die Herner heute in eigener Halle auf den Mannheimer ERC treffen, tritt der NEV in Troisdorf an, wo nun ein Sieg Pflicht ist.

Ohne Chance waren die Dinslaken Kobras in Mannheim, wo sie mit 2:6 unterlagen. Derek Picklyk konnte wegen einer Rückenverletzung nicht dabei sein, so dass die mit ehemaligen DEL-Spielern angetretenen Gastgeber leichtes Spiel hatten. Auch heute gegen Bad Nauheim wird Picklyk seinem Team nicht zur Verfügung stehen. Auf der Bank saß in Mannheim Goalie Mirko Theurer, da er unter der Woche in Duisburg trainierte. Rene Hippler kam zum Einsatz und bewahrte die Kobras mit seinen Paraden vor einer zweistelligen Niederlage. Obwohl die Kobras damit weiterhin sieglos sind, blickt Vorsitzender Christian Kühn optimistisch auf die restlichen Saisonwochen: „Es war klar, dass keine leichten Spiele mehr kommen. Auch wenn wir bislang nicht gewinnen konnten, haben wir zumindest gegen Hügelsheim und Herne super gespielt. Wir können auch noch unter die ersten vier Mannschaften kommen.“

Wie schon Spieler, Trainer und Verantwortliche der Iserlohner
Young Wild Roosters haderte man auch bei den Grefrather Nierspanthern nach dem Spiel in Hügelsheim mit dem Agieren der Schiedsrichter. Mehr als ein Drittel des Spiels agierten die Panther in Unterzahl, konnten nur das Mitteldrittel ausgeglichen gestalten und verloren 3:7. Gegen Schlusslicht Darmstadt sollen und müssen vom neu verpflichteten Toni Fonso und seinen Teamkollegen drei Punkte eingefahren werden. In der Pokalrunde brachten die Trierer Huskys den DEG-Amateuren den ersten Punktverlust der laufenden Saison bei. Erst im Penaltyschießen setzte sich der Verbandsliga- Meister mit 3:2 durch.

Ohne sich zu verausgaben kam der EHC Dortmund zu einem 9:1 gegen den GSC Moers, dessen Spiel gegen die DEG gestern bei Redaktionsschluss noch nicht beendet war. Auf den EHC Dortmund wartet heute das prestigeträchtige Derby in Hamm, während die bisher enttäuschenden Bulldogs aus Königsborn gegen den EC Bergisch Land den ersten Sieg in der Pokalrunde einfahren wollen.

Autor: Markus Terbach

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