Der Totensonntag ist der letzte Sonntag im evangelischen Kirchenjahr und liegt eine Woche vor dem 1. Advent. Fußballspiele und andere Sportereignisse dürfen an diesem Tag zumeist erst ab 18 Uhr ausgetragen werden. Besonders am nächsten Sonntag (26. November) lohnt sich das Warten.

Verbandspokal Niederrhein: Vorschau zum Viertelfinale

Pokal-Kracher zwischen Homberg und Oberhausen

Thomas Ziehn
04. Februar 2007, 01:57 Uhr

Der Totensonntag ist der letzte Sonntag im evangelischen Kirchenjahr und liegt eine Woche vor dem 1. Advent. Fußballspiele und andere Sportereignisse dürfen an diesem Tag zumeist erst ab 18 Uhr ausgetragen werden. Besonders am nächsten Sonntag (26. November) lohnt sich das Warten.

Dann kommt es im „pcc-Stadion“ im Viertelfinale des Niederrhein-Pokals zum Duell zwischen den beiden Revier-Oberligisten VfB Homberg und Rot-Weiß Oberhausen. Der „rot-weiße“ Regionalliga-Absteiger ist, schaut man sich die nackten Zahlen an, in der Favoritenrolle. Die Mannschaft von RW-Trainer Hans-Günter Bruns führt die Tabelle der Oberliga Nordrhein an und hat das Liga-Spiel gegen den VfB 1:0 gewonnen.

Allerdings ist der große Favorit auf den (Wieder-)Aufstieg zuletzt ein wenig ins Wanken geraten. Bei Union Solingen musste die Bruns-Elf die höchste Saisonniederlage einstecken (0:3). Trotzdem sind die RWO-Fans siegessicher, wie eine Abstimmung auf der Internet-Seite zeigt. Knapp 80% glauben an den Halbfinaleinzug und an die Rehabilitation für die Schlappe in Solingen. „Wir haben ein Spiel verloren. Das ist doch ganz normal“, wirft RWO-Trainer Hans-Günter Bruns das 0:3 nicht aus der Bahn, „jetzt gilt unsere volle Konzentration dem Pokal-Spiel, wo wir unbedingt weiter kommen wollen.“

Auch die Duisburger verloren ihre Generalprobe für den Pokal-Fight 0:3 (gegen Alemannia Aachen II). Und da der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze hat, ist die Favoritenrolle vielleicht dann doch nicht so klar verteilt. Hinzu kommt noch der nicht zu unterschätzende Heimvorteil, den die Homberger genießen. „Aus Oberhausen werden bestimmt knapp 500 Fans die Reise nach Duisburg antreten und uns lautstark anfeuern“, kann Bruns auf die Unterstützung der RWO-Anhängerschaft bauen.

Hinter den Duisburgern liegen turbulente Wochen. Völlig überraschend trennte sich der Club nach fünf Jahren vom Trainer-Duo Harry Copi und Reiner Vervöglyi. Bis zur Winterpause wird Präsident Thomas Bungart auch die sportliche Leitung übernehmen.

Bereits am Samstag greift mit der Spvg. Radevormwald der letzte im Wettbewerb verbliebene Landesligist ins Geschehen ein. Ab 14 Uhr stellt sich die Spvg. beim Verbandsligisten VfB Hilden vor. Die Hildener schalteten mit dem SV Straelen (3:2 n.V.) und dem 1. FC Bocholt (2:0) gleich zwei Oberligisten aus dem laufenden Wettbewerb aus. Eine noch größere Sensation schaffte allerdings die Spvg. Radevormwald. In der ersten Runde wurde Regionalligist Borussia Mönchengladbach II 7:5 (nach Elfmeterschießen) nach Hause geschickt.

Überaus spannend dürfte es auch um 13.30 Uhr im „Stadion Sonnenblume“ in Velbert zugehen. Mit dem 1. FC Kleve empfängt die SSVg. Velbert einen bestens bekannten Gegner aus der Oberliga. Seit 2003 duellieren sich die beiden Vereine im Liga-Alltag und die Bilanz spricht knapp für den FC. In sieben Spielen siegte Kleve dreimal, zweimal siegte die SSVg, zweimal gab es ein Unentschieden. Die letzten beiden Partien wurden von der jeweiligen Auswärtsmannschaft gewonnen. Velbert geht mit Interimstrainer Uli Mielke in die Partie, der für Frank Kurth übernahm.

Komplettiert wird das Viertelfinale am Dienstag, 28. November, 19.30 Uhr. Beim Spiel des Wuppertaler SV Borussia gegen Fortuna Düsseldorf treffen sich zwei ehemalige Bundesligisten im Kampf um den Einzug in den DFB-Pokal. Derzeit spielen beide Traditionsvereine in der Regionalliga Nord um den Aufstieg.

Das mögliche Halbfinale wurde bereits ausgelost. So wartet auf RW Oberhausen oder den VfB Homberg so oder so ein sehr starker Gegner. Der Gewinner trifft auf den Sieger aus dem Duell Wuppertaler SV Borussia und Fortuna Düsseldorf. „Das spielt in unseren Planungen keine Rolle. Schließlich müssen wir erst einmal unser Spiel gewinnen. Der mögliche Gegner danach ist uns völlig egal“, hat Hans-Günter Bruns keine Angst vor den beiden Regionalligisten.

Die Spiele in der Übersicht:

Samstag, 25. November:
SSVg. Velbert - 1. FC Kleve (13.30 Uhr)
VfB Hilden - Radevormwald (14.00 Uhr)

Sonntag, 26. November:
VfB Homberg - RW Oberhausen (18.00 Uhr)

Dienstag, 28. November:
Wupp'taler SV B. - F. Düsseldorf (19.30 Uhr)

Autor: Thomas Ziehn

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