RWE will sich den Rat ehemaliger Spieler einholen. Mit Dieter Bast und Frank Kurth könnten zwei Ehemalige beim Neustart helfen. Kurth stellt aber Bedingungen.

Rot-Weiss Essen

Kurth als Berater im Gespräch

Aaron Knopp
22. Juni 2010, 10:17 Uhr

RWE will sich den Rat ehemaliger Spieler einholen. Mit Dieter Bast und Frank Kurth könnten zwei Ehemalige beim Neustart helfen. Kurth stellt aber Bedingungen.

Besonders viel Applaus erntete Dietmar Bückemeyer bei der Mitgliederversammlung nicht unbedingt. Als der Aufsichtsratschef aber zu berichten wusste, dass mit Dieter Bast und Frank Kurth bereits zwei ehemalige Rot-Weiss-Spieler kontaktiert worden seien, erntete er jedoch die ungeteilte Zustimmung. Der Letztgenannte saß da mitten unter den Vereinsmitgliedern. Dass der ehemalige Keeper aber tatsächlich auch einen Posten beim Verein übernehmen wird, steht noch lange nicht fest.

„Es gab ein erstes Gespräch“, bestätigt der 48-Jährige. Mehr sei jedoch noch nicht fixiert worden. Zudem sei sein mögliches Engagement an klare Bedingungen geknüpft. „Die sind ganz sicher nicht finanzieller Natur“, bekräftigt Kurth. „Doch ich bin da ein unbequemer Zeitgenosse, der die Finger auch mal in die Wunden legen will und gewisse Fehler aufzeigen möchte. Da muss man dann auch mit umgehen können.“ Zudem müsse er ein mögliches Engagement bei Rot-Weiss Essen natürlich mit seiner beruflichen Tätigkeit, seinem Trainerposten beim Niederrheinligisten 1. FC Wülfrath und nicht zuletzt natürlich der Familie abgestimmen.

Daraus, dass ihm RWE nach wie vor am Herzen liegt, macht der Trainer des 1. FC Wülfrath aber kein Geheimnis. Wie selbstverständlich spricht der gebürtige Velberter noch immer von „uns“ und „wir“. Kurth ist noch immer ganz nah am Verein und macht sich daher natürlich auch Gedanken darüber, wie dem Deutschen Meister von 1955 der Neustart gelingen könnte.
„Vor 1991 stand es ähnlich schlecht um den Verein. Aber wir sind dann Deutscher Amateurmeister geworden.“ Nach dem Aufstieg habe der Verein jedoch das Augenmaß verloren. „Wir müssen einfach anerkennen, dass wir nicht mehr ausgeben dürfen, als wir auch einnehmen. Wenn der Verein das begreift und auch wirklich umsetzt, kann diese Situation natürlich eine Chance für den RWE sein.“ Völlig überzeugt, dass dies gelingen wird, ist er jedoch noch nicht. Kurth will sich nicht andienen und macht keinen Hehl daraus, dass er durchaus mit der nötigen kritischen Distanz an seine Aufgaben gehen würde. Ganz egal, ob der Torwart a. D. bei seinem Ex-Klub anheuert, stehen da wohl noch ein paar Verhandlungsrunden an.

Autor: Aaron Knopp

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