Unbeeindruckt vom vorzeitigen K.o. in der Champions League hat Werder Bremen dank eines `Dreierpacks´ von Verteidiger Naldo im Rennen um die Herbstmeisterschaft in der Bundesliga vorgelegt.

6:2 in Frankfurt! Bremen legt im Rennen um Herbstmeisterschaft vor

09. Dezember 2006, 17:21 Uhr

Unbeeindruckt vom vorzeitigen K.o. in der Champions League hat Werder Bremen dank eines `Dreierpacks´ von Verteidiger Naldo im Rennen um die Herbstmeisterschaft in der Bundesliga vorgelegt.

Unbeeindruckt vom vorzeitigen K.o. in der Champions League hat Werder Bremen dank eines `Dreierpacks´ von Verteidiger Naldo im Rennen um die Herbstmeisterschaft in der Bundesliga vorgelegt. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf gewann bei Eintracht Frankfurt verdient 6:2 (3:1) und setzte mit dem dritten Liga-Sieg in Serie den zuvor punktgleichen Kontrahenten Schalke 04 vor dem Revier-Derby gegen Borussia Dortmund am Sonntag gehörig unter Zugzwang. Zudem schossen die Bremer nach den Spielen in Bochum (6:0) und Mainz (6:1) bereits zum dritten Mal in dieser Saison sechs Tore in einem Auswärtsspiel. 51.400 Zuschauer in der Frankfurter WM-Arena erlebten ein Bundesligaspiel mit zahlreichen Höhepunkten: Bereits nach drei Minuten sorgte der überragende Brasilianer Naldo nach schönem Zuspiel des Kroaten Ivan Klasnic für die Führung der Gäste. Nur 60 Sekunden später erzielte Eintracht-Verteidiger Marco Russ per Kopf den Ausgleich.

Bremens Daniel Jensen (11.) und erneut Naldo (31.) sorgten aber noch vor der Pause für klare Verhältnisse. Nach der Pause krönte Naldo seine starke Leistung mit seinem fünften Saisontor per Freistoß (48.). Der Grieche Sotorios Kyrgiakos konnte in der 81. Minute noch einmal verkürzen, ehe Jurica Vranjes (86.) und Diego (90.) für den Endstand sorgten. Die Taktik von Eintracht Coach Friedhelm Funkels mit zwei Dreierketten vor Keeper Markus Pröll sowie Innenverteidiger Alexander Vasoski als Manndecker von Diego ging völlig daneben. Zwar hatten die Gastgeber, die am Mittwoch im entscheidenden Spiel der UEFA-Cup-Gruppenphase bei Fenerbahce Istanbul um den Einzug in die Runde der letzten 32 kämpfen, beim Stand von 1:1 selbst durch Alexander Meier (7.) noch eine gute Chance zur Führung, doch kapitale Stellungsfehler in der Abwehr führten zum Zwei-Tore-Rückstand zur Pause.

Zudem wurde ein Tor von Kyrgiakos wegen Abseits nicht anerkannt (40.). Dagegen war den Bremern, bei denen Trainer Schaaf mit der Hereinnahme von Klasnic und Christian Schulz im Vergleich zum 0:2 in Barcelona nur auf zwei Positionen rotiert hatte, der kräftezehrende Auftritt in der `Königsklasse´ kaum anzumerken. Vielmehr wechselten Spielmacher Diego und die deutschen Nationalspieler Torsten Frings sowie Tim Borowski immer wieder ihre Positionen und stellten die Frankfurter Defensive damit vor große Probleme. Beim Treffer zum 1:3 hob Kyrgiakos zudem das Abseits auf. Einen Tag vor seinem 53. Geburtstag brachte Frankfurts Trainer Funkel in der zweiten Halbzeit Benjamin Köhler für den schwachen Michael Thurk. Doch nur drei Minuten nach Wiederbeginn klingelte es erneut im Kasten von Frankfurts Keeper Pröll, so dass die Begegnung frühzeitig entschieden war.

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