Überraschungsmannschaft gegen wiedererstarktes Kellerkind!

Bochum: Bönig auf der Kippe, sonst keine Veränderungen

07. Dezember 2006, 17:50 Uhr

Überraschungsmannschaft gegen wiedererstarktes Kellerkind!

Überraschungsmannschaft gegen wiedererstarktes Kellerkind! So könnte eine Überschrift für das Bundesliga-Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem VfL Bochum am kommenden Samstag (15.30 Uhr) lauten. Wer hätte den Stuttgartern und Trainer Armin Veh schon zugetraut, dass die kurz vor Ende der Hinrunde den dritten Rang bekleiden? Und das vor dem großen FC Bayern München.

Aber zurück zum VfL, der sich nach dem 2:1-Sieg über den Hamburger SV zum ersten Mal seit dem ersten Spieltag wieder von den Abstiegsrängen befreien konnte. Aber nicht nur das sorgte bei den Bochumer Kickern für Freude. Der Treffer von Christoph Dabrowski hatte gestern nach dem Training ein Nachspiel. "Ich wollte noch diskutieren, aber ich hatte keine Chance", schmunzelte VfL-Coach Marcel Koller. Hintergrund: Der Chef-Trainer musste seinem Team mal wieder Pizza ausgeben, da Dabrowski schon in den ersten fünf Minuten ins Schwarze getroffen hatte und das Match gewonnen wurde. Koller: "Die Regel hat weiter Bestand."

Und wenn es nach dem Schweizer geht, wünscht er sich wahrscheinlich, noch in diesem Jahr den Italiener ein weiteres Mal zum Trainingsgelände bestellen zu müssen. Vielleicht schon in der nächsten Woche nach der Partie in Baden. Doch Koller warnt: "Stuttgart hat gute Einzelspieler, zudem durch die letzten Wochen ein großes Selbstvertrauen." Doch er konnte in den letzten Begegnungen des VfB erkennen: "Sie hatten nicht mehr ganz die Frische. Wenn sie in Führung gehen, wird es für den Gegner ganz schwer, weil die dann ihre Konterstärke ausspielen können." Koller weiter: "Außerdem sind die Spitzen gut drauf. Mario Gomez hat einen Lauf, Cacau ist immer für ein Tor gut. Aber auch insgesamt stimmt es in der Truppe."

Was den Bochumer Coach zu einem Lob an den Kollegen hinreißt: "Es ist ein Verdienst von Veh. Natürlich hatte der VfB am Anfang Probleme, aber das ist doch ganz normal, wenn man bedenkt, dass sie zwei Mexikaner integrieren mussten, die noch kein Deutsch konnten. Dennoch kann man sagen, dass die Stuttgarter gut eingekauft haben."
Doch nicht nur der Verfolger von Werder Bremen und dem FC Schalke 04 ist momentan gut drauf, auch beim VfL herrscht derzeit gute Stimmung. "Wir können dort sicher einen Punkt holen", gibt sich Koller kämpferisch und fügt hinzu: "Es ist einfach wichtig, dass wir inzwischen wissen, dass wir den Kopf nicht hängen lassen dürfen. Wir können jederzeit einen Rückstand aufholen und zurückkommen. Sogar wenn wir mit zwei Toren hinten liegen."

Hinter einem dieser Kämpfer steht für Samstag ein Fragezeichen. "Philipp Bönig schlägt sich schon seit Wochen mit Problemen im Sprunggelenk herum, konnte zuletzt nur mit Schmerzmitteln auflaufen. Er hat einfach keine Zeit, sich auszukurieren", erklärt Koller und fügt hinzu: "Wir werden sehen, ob er heute trainieren kann." Sollte das der Fall sein, kann man davon ausgehen, dass sich an der Startformation nichts ändert. "Es gibt keinen Grund für einen Wechsel." Sollte "Philippinho" nicht zum Einsatz kommen können, wird aller Voraussicht nach Martin Meichelbeck die linke Seite beackern.
Also soll es auch in Stuttgart die Erfolgself von letzter Woche wieder richten. Kollers Schluss-Satz: "Vor dem Match gegen Hamburg habe ich gesagt, dass es bis zur Winterpause unser Ziel sein muss, den HSV hinter uns zu lassen und über den Strich zu kommen."

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