Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Fußball-Bundesligisten auf internationaler Ebene hat Sportdirektor Klaus Allofs von Werder Bremen eine Lizenzierungsreform angeregt.

Allofs regt Lizenzierungsreform an

06. Dezember 2006, 12:28 Uhr

Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Fußball-Bundesligisten auf internationaler Ebene hat Sportdirektor Klaus Allofs von Werder Bremen eine Lizenzierungsreform angeregt.

Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Fußball-Bundesligisten auf internationaler Ebene hat Sportdirektor Klaus Allofs von Werder Bremen eine Lizenzierungsreform angeregt. `In diesem Bereich sollte es weiterführende Kriterien als Grundlage für die Lizenzvergabe geben. Da denke ich vor allem auch an unsere Konkurrenz im Ausland, die weniger streng lizenziert wird´, sagte der 50-Jährige der Sport Bild. Bislang sei es bei der Lizenzvergabe hauptsächlich entscheidend, ob die Finanzierung des Spielbetriebs für ein Jahr gesichert sei. `Aber wie es mit der langfristigen Finanzlage aussieht, spielt eine untergeordnete Rolle´, bemängelte Allofs: `Deshalb können auch verschuldete Klubs den Eindruck erwecken, dass sie im Grunde genommen kerngesund sind.´

Zudem würden auch andere Wettbewerbsnachteile die Situation für die Bundesligisten erschweren. `Ich bin mir sicher, dass viele Topspieler gern nach Deutschland kommen würden. Aber die Rahmenbedingungen, gerade auch im Bereich der Besteuerung, schrecken viele ab´, sagte Allofs, der auch die im europäischen Vergleich geringen TV-Einnahmen der deutschen Klubs beklagte. Eine europaweit geltende Gehaltsobergrenze zur Lösung des Problems lehnte der Werder-Manager derweil ab. `Mit ihr würde es sein wie mit allen Beschränkungen: Sobald sie in Kraft treten, wird sofort ein Mechanismus in Gang gesetzt, um Wege zu finden, sie umgehen zu können´, prognostizierte Allofs.

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