VfL-Sportchef Thomas Ernst mag am Donnerstagvormittag seinen Augen nicht getraut haben - sein bestgehütetes Geheimnis war nämlich plötzlich keines mehr.

Geheimnis gelüftet

VfL hat Interesse an "Rooney" von Asien

17. Juni 2010, 16:42 Uhr

VfL-Sportchef Thomas Ernst mag am Donnerstagvormittag seinen Augen nicht getraut haben - sein bestgehütetes Geheimnis war nämlich plötzlich keines mehr.

Via Internet wurde aus Japan bekannt, dass der VfL seine Fühler nach dem nordkoreanischen Angreifer Jong Tae-Se ausgestreckt hat. Offensichtlich haben die Offiziellen des japanischen Erstligisten Kawasaki Frontale, die bereits in Kontakt mit dem VfL Bochum stehen, schlichtweg "geplaudert".

Der 25-jährige Angreifer ist in Japan geboren, die Mutter Südkoreanerin, der Vater Nordkoreaner. Obwohl er auch die südkoreanische Staatsbürgerschaft besitzt, hat er sich entschieden, seinem Vater zuliebe für Nordkorea zu stürmen. Den deutschen WM-Zuschauern ist er frisch in Erinnerung, weil er vor dem ersten WM-Auftritt gegen Brasilien (1:2) bei der Nationalhymne so herzergreifend weinte und später der beste Spieler seiner Mannschaft war. Tae-Se Jong ist 1,80 Meter groß, wird wegen seiner Robustheit als asiatischer Wayne Rooney bezeichnet, doch Vergleiche mit dem Engländer mag er nicht: "Das verstehe ich nicht, ich sehe mich eher wie Drogba."

Beim VfL Bochum schweigt man eisern zu den Transfergerüchten aus Asien, doch gilt es als sicher, dass Jong Tae-Se und Mahir Saglik auf der VfL-Wunschliste ganz oben stehen. Bleibt zu hoffen, dass der Transfer durch die Indiskretionen aus Japan nicht platzt.

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