Hoeneß strebt Doppel-Lösung für seine Nachfolge an

04. Dezember 2006, 15:54 Uhr

Nach Werder Bremen, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart soll nun auch Fußball-Rekordmeister Bayern München Interesse an Jung-Nationalstürmer Jan Schlaudraff von Bundesliga-Aufsteiger Alemannia Aachen angemeldet haben.

Nach Werder Bremen, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart soll nun auch Fußball-Rekordmeister Bayern München Interesse an Jung-Nationalstürmer Jan Schlaudraff von Bundesliga-Aufsteiger Alemannia Aachen angemeldet haben. So soll Bayern-Manager Uli Hoeneß den Aachener Kollegen Jörg Schmadtke bereits über eine bevorstehende Kontaktaufnahme informiert haben. Schlaudraffs Berater Manfred Schulte erklärte derweil, bei ihm habe sich noch `keiner vom FC Bayern gemeldet´. Hoeneß dementierte das Interesse nicht und sagte, er könne sich `zu dieser Sache im Moment nicht äußern´.

Trainer Felix Magath bezeichnete Schlaudraff derweil als `interessanten Spieler´. Der 23 Jahre alte Angreifer, der bereits sechs Saisontore erzielt hat, kann im Sommer für die festgeschriebene Ablösesumme von einer Million Euro den Verein verlassen. Unterdessen hat Hoeneß in einem Interview mit der Passauer Neuen Presse Nachverpflichtungen entgegen vorheriger Ankündigungen nun doch schon für die Winterpause in Aussicht gestellt. Zugleich erklärte der 54-Jährige, man habe sich kein Limit von 30 Millionen Euro für einen Transfer gesetzt. `Das hat man halt hochgerechnet. Das hätten aber auch 25 oder 35 Millionen Euro sein können. Wir sind da nicht festgelegt´, sagte Hoeneß.

Bedarf für Verstärkungen sieht er im gesamten Offensivbereich. `Wir brauchen vielleicht einen zentralen Mittelfeldspieler, und wie gesagt, einen guten Stürmer´, erklärte der Manager weiter. Voraussichtlich im Januar werde man sich zudem mit Claudio Pizarro zusammensetzen, um erneut über einen neuen Kontrakt zu verhandeln, der nur dann zustande kommen werde, `wenn es da eine vernünftige wirtschaftliche Basis gibt´. Zuletzt hatte der Peruaner die Bayern-Bosse mit hohen Forderungen verärgert. Für seine Nachfolge als Manager im Jahr 2009, wenn Hoeneß seinen Posten räumen und Franz Beckenbauer als Präsident beerben will, strebt er eine Doppel-Lösung an. `Ich habe den FC Bayern übernommen, als der Verein zwölf Millionen Mark Umsatz gemacht hat. Heute sind es 200 Millionen Euro. Also denke ich, dass man in Anbetracht all dieser Dinge einen Sportdirektor suchen muss und einen, der für die finanzielle Seite zuständig ist´, sagte Hoeneß.

Dass Oliver Kahn einen dieser Posten bekleiden wird, `glaube ich eher nicht, weil Oliver noch bis 2008 spielen will´. Kandidaten für seine Nachfolge habe er bereits im Kopf, erklärte Hoeneß weiter.

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