Neue Saison, neues Glück: Dieses Motto gilt bei Rot-Weiß Oberhausen wohl für kaum einen Kicker so wie für den bisherigen Spielführer Benny Reichert.

RWO: Reichert-Frühstart

Der Kampf gegen das Verletzungspech

Christian Brausch
17. Juni 2010, 11:57 Uhr

Neue Saison, neues Glück: Dieses Motto gilt bei Rot-Weiß Oberhausen wohl für kaum einen Kicker so wie für den bisherigen Spielführer Benny Reichert.

Denn er musste in den letzten Jahren einen Verletzungs-Rückschlag nach dem anderen verkraften. Und so konnte er seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr das zeigen, was alles in ihm steckt.
Frühstart mit Pappas und Stoppelkamp

Dementsprechend ehrgeizig zeigt sich der Kapitän auch in diesen Tagen, obwohl es noch lange hin ist bis zum Auftakt am 7. Juli. Daher ist es auch kein Wunder, dass er zusammen mit dem nach Hannover wechselnden Moritz Stoppelkamp und Dimitrios Pappas mit einem persönlichen Fitnesstrainer schon in Kürze wieder die Arbeit aufnimmt. „Ich fühle mich gut“, betont das Vereins-Urgestein, „ich habe schon vor anderthalb Wochen wieder mit dem Laufen angefangen, denn ich will endlich fit in eine Saison starten und zeigen, was in mir steckt.“

Zuletzt musste er sich immer früh in der Spielzeit in der Reha quälen, dieses Szenario will er diesmal unbedingt vermeiden, denn „ich war erst am Ende der abgelaufenen Saison etwas im Saft. Selbst da habe ich aber gemerkt, was noch alles fehlt. Daher brauche ich mal eine richtige Vorbereitung und dann kann ich der Mannschaft auch wieder helfen.“

"Die Mischung stimmt"

Die steht bereits, denn sechs Mann wurden verpflichtet und damit ist der Kader voll. Reichert hat eine klare Meinung zum vorhandenen Personal. „Da scheint der Verein wieder gute Arbeit geleistet zu haben. Die Mischung stimmt, daher bin ich sehr zuversichtlich.“ Wobei sich die Frage stellt, ob Reichert auch in der neuen Saison der Spielführer sein wird? „Gute Frage“, bemerkt der Defensiv-Allrounder, „bisher habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Als ich verletzt war, hatte ich viel mit mir selber zu kämpfen. Aber wenn ich wieder voll dabei bin, kann ich sicher helfen. Den Rest werden wir sehen. Vermutlich wählt die Mannschaft wieder den Rat und aus dem wurde zuletzt der Kapitän vom Trainer bestimmt.“

Zuvor muss sich der 27-Jährige erst einmal seinen Platz in der ersten Elf zurückerobern. Zuletzt haben in der Innenverteidigung Marinko Miletic und Thomas Schlieter gespielt. Reichert: „Das wird kein Spaziergang, denn die beiden haben ihre Sache gut gemacht. Aber ich sehe das so, dass ich erst fit werden muss, dann zeige ich was ich kann und dann spiele ich auch.“

Die ersten Pflichtspielminuten warten dann im Pokal bei Viktoria Hamburg und zuletzt wurde deutlich, wie wichtig ein Weiterkommen mit Blick auf die Finanzen ist. Auch Reichert legt sich fest: „Das scheint eine gute Truppe zu sein, wir sind aber glücklich über das Los und müssen einfach weiterkommen.“ Und das am liebsten mit dem alten Vorstand am Ruder, denn noch ist nicht klar, wer in Zukunft die Geschicke in Oberhausen leiten wird. Reicherts Position ist eindeutig: „Der Vorstand hat bis zuletzt eine super Arbeit abgeliefert. Sie haben es verdient weiter zu machen. Ich sehe keinen einzigen Grund etwas zu ändern.“

Autor: Christian Brausch

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