Journalisten, die von Woche zu Woche auf die Einsicht der Schalker Spieler gesetzt haben, sehen nun klarer.

SCHALKE - Müller hofft auf "Zeit der Besinnung"

hb
04. Dezember 2006, 09:59 Uhr

Journalisten, die von Woche zu Woche auf die Einsicht der Schalker Spieler gesetzt haben, sehen nun klarer.

Journalisten, die von Woche zu Woche auf die Einsicht der Schalker Spieler gesetzt haben, sehen nun klarer. "Das Schweigen hält bis zur Winterpause an", hat Andreas Müller in einem Gespräch mit den Kickern erfahren. Gleichwohl hofft der S04-Manager, dass es mit dem albernen Presse-Boykott dann auch gut sei. "Weihnachten ist ja die Zeit der Besinnung", glaubt Müller an ein absehbares Ende der eigentlich nicht mehr hinnehmbaren Verweigerungshaltung der Angestellten gegenüber den Medien.

Er und seine Vorstandskollegen werden allerdings nichts unternehmen, um den Misszustand schon vorher zu korrigieren und somit den Schaden an der Außendarstellung des Vereins zu reparieren. "Wir haben im gesamten Vorstand einstimmig beschlossen, dass wir keine Maßnahmen treffen werden, um diese Zustand zu beenden", teilt Müller mit. Ob das professionell ist oder nicht, ficht den "Eurofighter" von 1997 nicht an: "Professionell ist, wenn die Jungs am Wochenende gut Fußball spielen und gewinnen."

Er fühlt sich sichtlich unwohl in seiner Haut. Einerseits möchte er die Mannschaft in dem Punkt nicht bevormunden, doch ihm ist bewusst, dass mal wieder mehr über einen Nebenkriegs-Schauplatz als über den sportlichen Erfolg berichtet wird. "Wir haben die Verantwortung dafür, dass wir sportlichen Erfolg haben und nicht Journalisten glücklich zu machen. Außerdem ist es nicht erst seit dieser Saison so, dass einzelne Spieler gegeneinander ausgespielt werden sollen. Daher wollen sie sich davon freimachen, um keinen Anlass zu irgendwelchen Spekulationen geben zu können", betont Müller. "Mir ist aber auch bewusst, dass es ins Gegenteil umschlagen kann."

Das wäre dann der Fall, wenn im neuen Jahr die Spieler wieder sprechen wollen sollten, sich aber kein Journalist mehr für ihre Meinung interessiert. Schon vorher könnte ihnen ein etwaiger Misserfolg - momentan kommt zum Trotz eine gehörige Portion Aberglaube - deutlich heftiger um die Ohren gehauen werden, als wenn das Klima nicht künstlich vergiftet worden wäre.

Autor: hb

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