Trainer Friedhelm Funkel von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat mit Empörung auf die Bewährungschance für Manager Dieter Hoeneß von Hertha BSC Berlin reagiert.

Eintracht-Coach Funkel attackiert DFB-Sportgericht

27. November 2006, 11:08 Uhr

Trainer Friedhelm Funkel von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat mit Empörung auf die Bewährungschance für Manager Dieter Hoeneß von Hertha BSC Berlin reagiert.

Trainer Friedhelm Funkel von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat mit Empörung auf die Bewährungschance für Manager Dieter Hoeneß von Hertha BSC Berlin reagiert. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte Hoeneß nach dessen Verbalattacken gegen Schiedsrichter Lutz Wagner (Hofheim) im Anschluss an die 0:2-Niederlage bei Energie Cottbus (28. Oktober) eine Einstellung des Verfahrens in Aussicht gestellt, falls in dieser Saison kein weiteres Verfahren gegen ihn eingeleitet werde. `Die Angelegenheit mit Dieter Hoeneß ist eine Farce. Ich bin oft genug bestraft worden, da wurde nichts zurückgenommen. Hoeneß hat ebenfalls sehr lautstark und sehr massiv kritisiert. Bei ihm wurde jetzt ein gewaltiger Rückzieher vollzogen. Ich werde in Zukunft auch ein persönliches Gespräch fordern und die Strafe nicht akzeptieren´, sagte Funkel.

Bei einem Treffen in der vergangenen Woche in München hatten sich Hoeneß sowie Rainer Koch, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts, auf die Bewährungschance geeinigt. `Es ist durchaus nicht ungewöhnlich und nicht das erste Mal, dass ich mit den Leuten außerhalb des Sitzungssaal spreche´, verteidigte Koch die ungewöhnliche Vorgehensweise. Hoeneß hatte sich nach dem Gespräch mit Koch zudem bereit erklärt, als `Zeichen des guten Willens für eine zukünftige bessere Zusammenarbeit mit den DFB-Schiedsrichtern einen Betrag in Höhe von 5000 Euro an die DFB-Stiftung Egidius Braun zu zahlen´. Zudem durfte Hoeneß beim Bundesliga-Heimspiel gegen Alemannia Aachen (2: 1) nicht auf der Hertha-Bank Platz nehmen. Zuvor hatte der Manager seinen in Cottbus gegenüber Schiedsrichter Wagner erhobenen Vorwurf der Parteilichkeit zum Nachteil der Berliner zurückgenommen. Aufgrund der Hoeneß-Attacken hatte der DFB-Kontrollausschuss ursprünglich einen Antrag gestellt, der eine Geldstrafe von 15.000 Euro und drei Spiele Innenraumverbot für Hoeneß vorsah.

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