Die Diskussion um die sportliche Entwicklung und die Nachricht von schwarzen Zahlen in der wirtschaftlichen Bilanz prägten die insgesamt harmonische Jahreshauptversammlung des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund.

Jahreshauptversammlung: BVB beklagt nur die sportliche Bilanz

26. November 2006, 14:47 Uhr

Die Diskussion um die sportliche Entwicklung und die Nachricht von schwarzen Zahlen in der wirtschaftlichen Bilanz prägten die insgesamt harmonische Jahreshauptversammlung des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund.

Die Diskussion um die sportliche Entwicklung und die Nachricht von schwarzen Zahlen in der wirtschaftlichen Bilanz prägten die insgesamt harmonische Jahreshauptversammlung des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. `Vor einem Jahr stand ich hier und habe gesagt: Hinter uns liegt das schwierigste Jahr der Vereinsgeschichte. Heute kann ich sagen: Der Verein ist saniert, Borussia Dortmund hat wieder festen Grund unter den Füßen. Wir sind dem Tod knapp von der Schippe gesprungen und können jetzt wieder wie ein normaler Verein handeln´, sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball den 633 Mitgliedern in der Westfalenhalle 2. Während der eingetragene Verein ein Plus von 300.000 Euro erwirtschaftete, verkündete auch Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des Borussia Dortmund GmbH und Co. KGaA, im Vorgriff auf die am kommenden Dienstag stattfindende Aktionärsversammlung ein positives Ergebnis.

`Seit Juli schreiben wir schwarze Zahlen. Wir rechnen im laufenden Geschäftsjahr mit einem Ergebnis von neun bis zehn Millionen Euro.´ Es sei ganz wichtig, dass man wieder volle Gewalt über alles habe. Kein Spieler sei mehr bei einer Bank verpfändet, und das gelte auch für das BVB-Logo. Und auch das Stadion gehöre wieder dem BVB. Präsident Rauball, der noch bis 2007 gewählt ist, lobte die Sanierungsarbeit von Watzke und dessen Team. `Wir haben hart gearbeitet. Aber wir haben auch großes Glück gehabt. Dabei denke ich besonders an die Verträge mit Signal-Iduna zur Stadionumbenennung und mit dem neuen Hauptsponsor RAG. Beide sind in Vorleistung getreten und haben in den BVB großes Vertrauen gesetzt´, sagte Watzke. Entgegen der Erwartungen wurden Mannschaft und Trainer nach dem Training am Sonntagvormittag in der Mitgliederversammlung mit Beifall begrüßt.

Auf verhaltene Kritik an Trainer Bert van Marwijk nach nur einem Heimsieg in der laufenden Saison reagierte Watzke gereizt: `Auch wir sind mit der Heimbilanz nicht zufrieden. Aber ich muss auch um Geduld bitten. Die sportliche Entwicklung muss immer auch im Gesamtzusammenhang mit der finanziellen Entwicklung gesehen werden. Und uns fehlen zudem in der Hinrunde mit den Verletzten Metzelder und Kehl ganz wichtige Spieler.´

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