Er war untröstlich. Nach seiner Roten Karte hätte Heiko Butscher am liebsten fluchtartig die Arena Auf Schalke verlassen.

Bochum: Heiko Butscher war einfach untröstlich

gp
26. November 2006, 11:41 Uhr

Er war untröstlich. Nach seiner Roten Karte hätte Heiko Butscher am liebsten fluchtartig die Arena Auf Schalke verlassen.

Er war untröstlich. Nach seiner Roten Karte hätte Heiko Butscher am liebsten fluchtartig die Arena Auf Schalke verlassen. Doch vorher ließ er noch mal die Szene, die zu seinem Feldverweis führte, Revue passieren. "Ein langer Ball vom Schalker Torwart, Kuranyi gewinnt das Kopfballduell gegen Pavel und ich habe Lövenkrands erst gar nicht gesehen." Damit begann für den Bochumer schon das Unglück. "Ich komme einen Schritt zu spät, versuche ihn zu bedrängen. Als er das merkt, sucht er den Körperkontakt und lässt sich fallen. Er legt es darauf an, deshalb ist die Entscheidung auch korrekt."

Allerdings war der Bochumer Innenverteidiger doch ein wenig enttäuscht über die konsequente Regelauslegung von Schiedsrichter Manuel Gräfe: "Ich habe ihn doch kaum berührt. Das war schon knallhart. Mit Rot habe ich wirklich nicht gerechnet. Zumal Pavel fast schon wieder auf gleicher Höhe war." Doch kurioserweise richtet der Schwabe keine Vorwürfe an den Schalker, stellt eher enttäuscht fest: "Er ist halt ein cleverer Bursche." Vielmehr beschäftigte sich Butscher mit der überflüssigen Niederlage: "Es ist wie verhext. Wir fangen ganz gut an, und plötzlich unterlaufen uns so kapitale Fehler. Es geht einfach nicht, dass wir Woche für Woche hinter einem Rückstand her rennen." In der Kabine sah Butscher dann noch, dass seine Teamkollegen durchaus noch die Möglichkeit hatten, den Ausgleich zu erzielen. Butscher: "Pavels Kopfball, Zwetschges abgeblockter Versuch und dann der Rempler gegen Bechmann. Das hätte durchaus noch klappen können." Gar nicht hören mochte der Abwehrspieler den Satz:

"Beim Tabellenführer kann man ja verlieren." Butscher erbost: "Das ist dummes Geschwätz. das Spiel hat das Gegenteil gezeigt. Diese Niederlage macht die Aufgabe gegen Hamburg noch schwerer. Wir müssen uns wieder an die eigene Nase fassen." Beim Fragen nach dem Warum wurde Butscher deutlich: "Marcel Koller hat uns in der Mannschaftssitzung mehrfach darauf hingewiesen, dass eine der gefährlichsten Waffen der Schalker die Ablage mit dem Kopf auf die Nebenleute ist. Wir haben es gewusst und es ist trotzdem passiert. Beim zweiten Treffer und bei der Szene, die zu meiner Roten Karte führte. Wenn wir solche Fehler nicht abstellen, wird es in der Liga verdammt eng für uns."

Autor: gp

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