Die Stimmen aus dem Publikum waren eindeutig: Der Kandidat hat die Prüfung nicht bestanden. Umso erstaunlicher, dass die Verantwortlichen den Ausgepfiffenen nachher ausdrücklich lobten.

SCHALKE - Fremdkörper Lincoln erntete Lob!

hb
26. November 2006, 10:52 Uhr

Die Stimmen aus dem Publikum waren eindeutig: Der Kandidat hat die Prüfung nicht bestanden. Umso erstaunlicher, dass die Verantwortlichen den Ausgepfiffenen nachher ausdrücklich lobten.

Die Stimmen aus dem Publikum waren eindeutig: Der Kandidat hat die Prüfung nicht bestanden. Umso erstaunlicher, dass die Verantwortlichen den Ausgepfiffenen nachher ausdrücklich lobten. "Dadurch, dass er in der zweiten Halbzeit auf dem Platz war, hatten wir mehr Kombinationen im Zentrum. Das war unser Ziel, weil Halil Altintop bei den vielen Anspielen in der ersten Hälfte etwas glücklos agiert hat", nahm Mirko Slomka am Freitag nach 45 Minuten bewusst eine Umstellung vor, die einige schon zu Beginn der Partie erwartet hatten.

Doch der Schalker Coach entschied sich für die in den Vorwochen siegreiche Elf. Seinen Platz auf der Bank nahm der Brasilianer dann auch professionell zur Kenntnis. "Natürlich haben wir vorher über die Aufstellung gesprochen. Lincoln hat selbst eindeutig gesagt, er wäre noch nicht so weit", berichtet Slomka. "Ich war mit seinem Einsatz sehr zufrieden. Aber er hat vier Wochen gefehlt, dafür war es in Ordnung, aber er hat natürlich noch Potenzial nach oben."

So sah es auch Andreas Müller. " Dass er erst seinen Rhythmus wieder finden muss, ist normal. Das hat aber nichts damit zu tun, dass wir nach der Halbzeit zum wiederholten Male nicht aufmerksam genug waren", mochte der Manager dem "Zehner" nicht die Schuld für die spielerischen Versäumnisse in die Schuhe schieben. "Bis man dann wieder ins Spiel zurückfindet, das dauert seine Zeit. Trotzdem haben wir uns auch mit Lincoln gerade zum Ende hin auch genug Möglichkeiten erarbeitet", meinte Müller, dass sich bei einem 3:1 oder 4:1 die Diskussionen über die Frage, ob Schalke mit oder ohne Lincoln besser wäre, erübrigt hätten.

Vor dem nächsten Match in Nürnberg wird das Thema wieder aktuell. Eine Entscheidung gegen Lincoln könnte auch eine gegen das derzeit gute Betriebsklima in der Truppe sein.

Autor: hb

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